Guillaume und Stéphanie von Luxemburg
© Dana Press Guillaume und Stéphanie von Luxemburg

Guillaume von Luxemburg + Stéphanie de Lannoy "Ich werde nur Augen für Guillaume haben"

Der Erbgroßherzog von Luxemburg, Guillaume, und seine Braut Stéphanie sprechen zwei Wochen vor der Hochzeit über den Beginn ihrer Beziehung (in Deutschland), die Pläne rund um die Hochzeit und ihren Kinderwunsch

Während in Luxemburg die Vorbereitungen für die große Hochzeit des Erbgroßherzogs auf Hochtouren laufen, hat sich das Brautpaar in spe Zeit für ein Interview mit der luxemburgischen Zeitschrift "Wort" und weiterer Presse genommen. Die Themen: ihr Kennenlernen, ihre Liebe und ihre Planungen zum Familienleben.

Acht Jahre schon ist es her, dass sich Guillaume, der Erbgroßherzog des kleinen Landes Luxemburg, und Stéphanie, eine geborene Gräfin de Lannoy aus Belgien zum ersten Mal trafen. Und dass sie sich ebenso schnell wieder aus den Augen verloren. Erst fünf Jahre später, berichtet Gräfin Stéphanie, trafen sich die beiden wieder - und verliebten sich. Auf die Frage der Presse, ob sie an Märchenprinzen glaube, antwortete die Braut pflichtbewusst: "Ja, ich habe meinen gefunden." Dass er auch ein echter Prinz war, sei ihr dabei jedoch nicht wichtig gewesen, sagte Stéphanie auch. Sie habe aber gleich einer Freundin, die in zwei Wochen auch Trauzeugin sein wird, erzählt: "Ich habe einen ganz besonderen Mann getroffen, mit dem ich viel gemeinsam habe." Beide Treffen haben übrigens - was für ein Zufall - in Deutschland stattgefunden.

Guillaume von Luxemburg und Stéphanie de Lannoy geben der Presse Auskunft über Liebe, Leben und Zukunftspläne.
© Dana PressGuillaume von Luxemburg und Stéphanie de Lannoy geben der Presse Auskunft über Liebe, Leben und Zukunftspläne.

Ihre Beziehung drei Jahre lang geheim zu halten, sei schwierig, sie hätten da Glück gehabt. Die Familien hätten mitgespielt, und auch die luxemburgische Presse habe ihr Privatleben respektiert. "In anderen Ländern ist es da schon schwierig, eine stabile Beziehung aufzubauen", bedauert die Gräfin. Erst drei Wochen bevor sie ihre Hochzeitspläne offiziell machten, hat Erbgroßherzog Guillaume seine Freundin um ihre Hand gebeten - wie genau, das wollte das Paar dann doch nicht verraten. Nur so viel plauderten die beiden miteinander scherzend aus: Ihr sei klar gewesen, dass er sie irgendwann fragen werde, sagte Stéphanie, doch im konkreten Moment habe er sie doch überrascht. Dafür weiß sie schon, wie sein Junggesellenabschied aussehen wird - darf es ihm aber nicht verraten.

Ende August starb Stéphanies Mutter Alix de Lannoy und es stellte sich die Frage, ob die Hochzeit überhaupt wie geplant stattfinden kann. Das wird sie - aber in vielen kleinen Aspekten wird ihre Mutter berücksichtigt und bei ihnen sein, verrät Stéphanie. So wird es zu Beginn des Gottesdienstes eine Schweigeminute geben und Stéphanie selbst wird neben ihrem eigenen Verlobungsring auch den ihrer Mutter am Finger haben, wenn sie zum Altar schreitet. In der schweren Zeit sei ihre Schwiegermutter, die Großherzogin Maria Teresa, ihr übrigens eine große Hilfe und eine zweite Mutter gewesen.

Ansonsten hatte das junge Paar bei der Hochzeit viel Mitspracherecht - aber auch dem Protokoll wurde Genüge getan. Ein bisschen nervös seien sie schon, verriet der Bräutigam, es sei schließlich ein Großereignis. Aber auch - da ist er ganz PR-Profi - die Chance, Luxemburg auf internationaler Bühne zu präsentieren. Die Gästeliste ist jedenfalls international, viele befreundete Königshäuser kommen sogar mit zwei Paaren zur Feier. Den Kameras zum Trotz will sich das Brautpaar ganz auf sich selbst, die Familie und viele eingeladene Freunde konzentrieren und von den Linsen eher Abstand wahren. "Ich werde nur Augen für Guillaume haben", ist sich Stéphanie im Interview sicher.

Direkt nach der Party geht es für Guillaume und Stéphanie dann in die Flitterwochen. Wohin, das weiß nur Guillaume. Denn in Stéphanies Familie ist es Brauch, dass der Bräutigam die Hochzeitsreise plant. Zeit genug haben die beiden jedenfalls: Erst Ende November steht wieder ein erster offizieller Termin im Kalender, eine Handelsmission in China. Hier nimmt Guillaume dann auch seine junge Frau mit. Sie selbst will sich in ihrer öffentlichen Arbeit auf Sozialprojekte konzentrieren.

Und danach? Die Frage nach ihren Familienplänen steht im Raum. Beide kommen aus großen Familien, Guillaume hat vier, Stéphanie sieben Geschwister. "Die Zeit wird es zeigen", lacht das Paar und hält schon mal fest: "Aber ehrlich, acht ist ein bisschen viel". In den kommenden drei Jahren wünschen sie sich das erste Kind, nicht unbedingt sofort. "Es ist keine Priorität, aber schon wichtig für uns." Wo die Familie dann wohnen wird, ist auch noch unklar. "Irgendwo in Luxemburg", gibt der Erbgroßherzog Auskunft. Aber der großherzogliche Palast "Chateau Berg" wird jedenfalls nicht ihr Wohnsitz. Sie wollen so normal wie möglich leben - eigenes Kochen und Einkaufen eingeschlossen, hofft Stéphanie. "Das haben wir übrigens gemeinsam. Guillaume kocht auch gern." Kochen, Kinder, Karitatives - mit Stéphanie hat Guillaume nicht nur eine Frau zum Verlieben, sondern auch perfektes Großherzoginnenmaterial an seiner Seite gefunden.

Am 19. und 20. Oktober 2012 wird geheiratet.

cfu