Prinz Albert in Berlin
© Getty Prinz Albert in Berlin

Fürst Albert II. Wieder mal solo unterwegs

Alle warten nur darauf, dass Albert II. endlich heiratet. Doch der Prinz liefert nur Öko-News. In Berlin warb er für seinen Umwelt-Musterstaat Monaco - Charlene war nicht dabei

So hatte sich Fürst Albert von Monaco

seinen ersten Staatsbesuch in Berlin sicher nicht vorgestellt. Endlich einmal wollte der Regent nicht wegen seines Privatlebens in den Schlagzeilen stehen. Denn was die Öffentlichkeit sonst immer interessiert, ist die Frage, ob er die südafrikanische Spitzenschwimmerin Charlene Wittstock, 30, denn nun bald heiratet oder nicht.

Prinz Albert zu Besuch bei Angela Merkel im Kanzleramt
© GettyPrinz Albert zu Besuch bei Angela Merkel im Kanzleramt

Zu dem von langer Hand vorbereiteten Treffen, unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte er seine Dauerfreundin auch gar nicht erst mitgebracht. Der 49-Jährige hatte anderes im Sinn: Er wollte sich für seine fortschrittliche Umweltpolitik feiern lassen. Die kann sich nämlich sehen lassen: Als eine seiner ersten Amtshandlungen unterzeichnete er das Kyoto-Protokoll. Außerdem gründete er mit persönlichem Engagement eine Umweltstiftung, die auf internationaler Ebene wirken soll. Albert reiste sogar zum Nordpol, um auf die Polkappenschmelze hinzuweisen.

Bereits sein Ururgroßvater hatte eine Expedition dorthin unternommen. Doch dann kam alles ganz anders, und die Reise, die ihn in einem neuen, strahlenden Licht erscheinen lassen sollte, wurde für ihn sehr heikel. Nicht die Umwelt wurde zum Gesprächsthema, sondern die aktuelle Diskussion um Steuerflucht. Denn auch Monaco wird von den Reichen aus aller Welt gern als Steuerparadies aufgesucht. Alberts Ankündigung von Umweltfonds und Finanzprodukten im Zusammenhang mit dem Emissionshandel fanden daher nicht die erhoffte Beachtung. Für sein Image als Umwelt-Prinz hat er also noch Nachholbedarf.