Prinzessin Sofia, Königin Mathilde + Co.

Königliche Stimmen: So hören sich die Royals an

Wie klingen Europas Prinzessinnen und Königinnen? GALA hat genau hingehört, wenn Fürstin Charlène, Prinzessin Sofia oder Königin Mathilde ans Rednerpult treten

Reden zu halten, das gehört zum royalen Tagesgeschäft. Manchmal müssen Prinzen und Prinzessinnen, Könige und Königinnen sogar in anderen Sprachen einige Dankesworte unters Volk bringen, einem wichtigen Thema Nachdruck geben oder geben - wie Fürstin Charlène - ein Interview.

Monacos Fürstin ist in ihrer Heimat Südafrika und spricht über ein Thema, dem sie sich angenommen hat: Das Schwimmenlernen für Kinder.

Königin Mathilde spricht Englisch mit deutlich hörbarem französischem Akzent.

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Posted by Belgische Monarchie Monarchie belge Belgian Monarchy on Mittwoch, 18. Januar 2017

König Willem-Alexander wendet sich immer zu Weihnachten an seine Untertanen, die ihren König aber auch sonst öfter hören. Passend zum Anlass ist der Hintergrund dekoriert und Schlips und Blumen sind farblich abgestimmt. Mit etwas feierlicher Stimme spricht der niederländische Monarch unter anderem über die weihnachtliche Botschaft von Hoffnung, Frieden und Liebe.

Koning Willem-Alexander spreekt de kersttoespraak uit. Lees hier de gehele toespraak terug: http://bit.ly/2i5779f Foto: Frank van Beek

Posted by Het Koninklijk Huis on Sonntag, 25. Dezember 2016

Prinz Harry offenbarte in einem Interview einmal, er sei immer unglaublich nervös, wenn er einen Raum betreten müsse mit vielen Leuten und eine Rede halten. Der Queen-Enkel sammelt darin aber schon lange Erfahrung und erweist sich inzwischen vor großem und kleinem Publikum als gewandter und humorvoller Redner, der gerne auch aus dem Stehgreif den einen oder anderen Witz reißt.

Seine Stimme klingt in der Videobotschaft zu den "Invictus Games 2016" so warm und tief wie man es von ihm kennt. Der Prinz lacht gerne und oft - findet aber bei ernsten Themen genauso den richtigen Ton.

© Gala

Mit herrlich dunkler und tiefer Stimme spricht Camilla, Herzogin von Cornwall. Die Frau von Prinz Charles hat den royalen "Job", zu dem Reden und Ansprachen einfach dazugehören, erst relativ spät angetreten, nämlich erst seit 2005, seit ihrer Hochzeit mit dem britischen Thronfolger.

Wenn man der 68-jährigen Schwiegertochter der Queen zuhört, dann sind ihre Reden oft geprägt von Bescheidenheit - und so spricht sie auch. Ohne viel Aufhebens um ihre Person oder Rolle als Royal betont sie die Wichtigkeit der Arbeit der Organisation für die sich sich einsetzt. In diesem Falle übrigens geht es um "The Brooke", eine Charity, die sich für ausrangierte Arbeitspferde, Esel und Maultiere einsetzt.

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Als Prinz Daniel 2010 Kronprinzessin Victoria heiratet, ist seine Rede an der langen Hochzeitstafel an Romantik kaum zu überbieten. Was er sagt, rührt nicht nur seine Braut zu Tränen. Weltweit verfolgt man die Vermählung des Paares und hört gerne dem neuen Prinzen von Schweden zu. "Victoria, das Größte überhaupt ist die Liebe. Ich liebe dich so," sagt er unter anderem mit erstaunlich fester und klarer Stimme. Noch dazu wechselt er im Verlauf ins Englische und beweist, dass er hervorragend frei sprechen kann. Und das ohne große Versprecher oder ins Stocken zu geraten. Kompliment!

© Gala

Zuckersüß klingt es, wenn Prinzessin Estelle spricht. Als Nummer zwei der Thronfolge übt sie fleißig und wünscht - passend zur Weihnachtsvideobotschaft des Kronprinzessinnenpaares - 2015 allen Zuschauern ganz am Ende ein frohes Weihnachtsfest. Ehe diese quasi offizielle Botschaft von der Mini-Prinzessin zu hören ist, bekommt man einen tollen Eindruck davon, wie entspannt Prinzessin Victoria und Prinz Daniel mit ihrer Erstgeborenen umgehen.

© Gala

Prinzessin Sofia ist Schwedens neueste Prinzessin. Als ehemalige Teilnehmerin einer TV-Show kannten die Schweden ihre Stimme natürlich schon, als sie im Sommer 2015 "Ja" sagte zu Prinz Carl Philip. Ein bisschen Übung für offizielle Reden fehlt der 31-Jährigen noch, als sie im September 2015 in Pretoria (Südafrika) beim "Global Child Forum" das Wort ergreift und auf Englisch zum Auditorium spricht. Sie kommt am Anfang ein wenig in Stocken und verhaspelt sich bei einem Namen. Dann aber gewinnt ihre Stimme an Kraft und man merkt ihr an, dass das Thema Kinderrechte ihr sehr am Herzen liegt.

© Gala

Immer sehr klar und richtig königlich klingt Königin Silvia. Egal in welcher Sprache. Sie wechselt scheinbar mühelos vom Schwedische ins Deutsche oder Englische. Dabei klingt sie warm und herzlich, aber auch selbstsicher und bestimmt. Wenn sie - wie in dem Video - über ihr Herzensprojekt, die Rechte von Kindern, spricht, dann besonders.

© Gala

Prinzessin Mette-Marit hat sich zum Anlass der norwegischen Literaturtage beim Vorlesen aufnehmen lassen. Wie ein Soundclip, den das norwegische Königshaus jetzt bei Facebook veröffentlichte , beweist, hat die 40-Jährige eine erstaunlich hohe, an manchen Stellen ein wenig brüchige Stimme - der hochgewachsenen Frau hätte man eigentlich einen tieferen und volleren Klang zugetraut. Mette-Marit, Mutter von drei Kindern und selbst ernannter Bücherwurm, las aus dem Kinderbuch "Mein Freund Knerten". Ob sie dafür etwa ihre Stimme verstellt hat?

Vor rund einem Jahr klang die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon nämlich noch ganz anders: Bei der "Ein Herz für Kinder"-Spendengala in Berlin wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Prinzessin hielt ihre Dankesrede auf Deutsch, trotz Nervosität und einigen Verhasplern klang ihre Stimme fest - und dunkel.

Ein ganz ähnliches Phänomen wie bei Mette-Marit lässt sich auch bei Königin Máxima beobachten. Die 42-jährige Frau von Willem-Alexander, König der Niederlande, hat eine wohlklingende, fast schon samtige Stimme - allerdings ist diese auch relativ hell, wenn sie Niederländisch spricht, was sie in verschiedenen TV-Interviews rund um die Krönung Willem-Alexanders im Sommer 2013 bewies. Bei einer Rede, die Königin Máxima bei einer Konferenz im Herbst 2013 - auf Englisch - hielt, hörte sie sich etwas anders, nämlich deutlich tiefer, an.

Warm, voll und tief klingt die Stimme von Prinzessin Victoria von Schweden. Wer sie sprechen hört, merkt: Diese Person ist selbstbewusst und stark. Laut und beherzt rief sie 2010 ihr "Ja!" durch die Stockholmer Kirche, als sie ihren Verlobten, Daniel Westling, heiratete und aus ihm Prinz Daniel machte. Genauso bestimmt klingt sie auch rund eineinhalb Jahre später, als sie vor der Nobelpreiskonferenz eine Rede hält. Von Nervosität keine Spur.

Es gibt aber auch Momente, in denen sich die schwedische Thronfolgerin weicher zeigt. Dann nämlich, wenn sie mit Kindern, zum Beispiel ihrer süßen Tochter Estelle, spricht. Sie legt dann viel Wärme in ihre Worte, lässt ihre Stimme heller und freundlicher klingen.

Eine ganz ähnliche Art zu sprechen hat auch Prinzessin Mary, die Ehefrau von Dänemarks Kronprinz Frederik. Sie hat eine sehr dunkle Stimme - überraschend für eine so zierliche Person, wie sie es ist.

Doch wie Prinzessin Victoria formuliert Mary klar, was sie sagen will, ihre Stimme bleibt fest, selbst bei schwierigen Themen. Sie setzt sich viel für unterdrückte Frauen in der Welt ein und erzählt immer wieder bei Reden von Begegnungen mit ihnen. Wer ihre warme, wohlklingende Stimme hört, zweifelt nicht einen Moment daran, dass sie Anteil nimmt an den Geschichten, die man an sie heranträgt. Mühelos wechselt sie vom Dänischen ins Englische und wieder zurück - ohne dabei den vollen, freundlichen Ton zu verlieren.

Prinzessin Mary von Dänemark und Herzogin Catherine könnte man vom Aussehen her glatt für Schwestern halten. Ihre Stimmen dagegen sagen etwas ganz anderes: Mary spricht in einer tiefen Tonlage, lässt sich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Herzogin Catherine dagegen redet relativ hoch und noch dazu leise. Bei ihrer ersten offiziellen Rede im Namen der britischen Krone im Frühjahr 2012 stockte sie immer wieder, musste sich oft räuspern, um ihre Stimme unter Kontrolle zu bringen.

Inzwischen fällt Herzogin Catherine das Reden leichter. Besonders wenn ihr Mann, Prinz William, dabei ist, kann sie freier sprechen. Das, was sie sagt, klingt dann bestimmter - und gleichzeitig viel herzlicher. Und vielleicht hilft ihr auch nicht nur Prinz William, sondern auch die Tatsache, dass sie eine mehr als geübte Rednerin in der unmittelbaren Familie hat.

Denn von Queen Elizabeth kann sich so mancher Redner etwas abgucken - oder vielmehr abhören. So kritisch die britische Monarchin auch oft dreinblickt - in ihren Ansprachen klingt sie sehr warmherzig, sehr freundlich und trotzdem bestimmt.

Man merkt allerdings ihrem Sprechen an, dass sie nicht mehr die Jüngste ist. In ihrer Weihnachtsansprache aus dem Jahr 2016, der wie immer mit der Nationalhymne beginnt, spricht sie über das Thema Inspiration und Hingabe und erwähnt einen Besuch bei Enkel William.
Von einer brüchigen, zittrigen Stimme, wie andere Frauen sie in ihrem Alter haben ist die britische Regentin noch weit entfernt.

Watch The Queen's Christmas Broadcast 2016 "I often draw strength from meeting ordinary people doing extraordinary...

Posted by The Royal Family on Sonntag, 25. Dezember 2016

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