Anschläge in Belgien: König Philippe
© Getty Images König Philippe

Anschläge in Belgien So will das Königshaus Trost spenden

Die Belgier und auch die Königsfamilie sind schockiert, nachdem am Dienstag mehrere Anschläge in der Hauptstadt Brüssel Tote und Verletzte forderten. Die Kinder des Königspaares wurden von der Schule nach Hause gebracht. Der König wandte sich in einer TV-Ansprache ans Volk

Update:

Anschläge in Belgien: Das belgische Königspaar Philippe und Mathilde trifft am Krankenhaus Erasme ein und besucht Opfer der Terroranschläge von 22. März.
© Getty ImagesDas belgische Königspaar Philippe und Mathilde trifft am Krankenhaus Erasme ein und besucht Opfer der Terroranschläge von 22. März.

Am Dienstagabend um 19 Uhr wandte sich König Philippe von Belgien mit einer Rede im Fernsehen an das Volk, um in den Landesprachen Niederländisch und Französisch zu den Terroranschlägen in Brüssel Stellung zu nehmen. In einer Übersetzung der Agentur "Danapress" liest sich die Rede des Königs wie folgt:

"Damen und Herren,

Heute ist unser Land in tiefer Trauer. Für jeden von uns wird dieser 22. März nie wieder ein Tag wie jeder andere sein. Unser ganzes Land trägt den Schmerz der verlorenen Leben und die tiefen Wunden, die geschlagen worden sind.

Mathilde und ich teilen in ihren Kummer. Sie, die einen geliebten Menschen verloren haben oder die bei den feigen und grausamen Angriffen von heute verletzt worden sind.

Unsere wohlgemeinte Unterstützung richtet sich an die Notfall- und den Sicherheitsdiensten. Unsere Dankbarkeit geht auch an diejenigen, die freiwillig ihre Hilfe angeboten haben.

Gegen das was uns bedroht, werden wir gemeinsam mit Entschlossenheit, Besonnenheit und Würde antworten. Lassen wir das Vertrauen in uns selbst bewahren. Dieses Vertrauen ist unsere Stärke."

Das Königspaar ist nun unterwegs, besucht Opfer des Terrors, informiert sich unablässig und versucht, das kleine und doch oft zwiegespaltene Land in diesen Tagen zu stärken und zusammenzuhalten.

Das ist passiert:

Bei mehreren Explosionen am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn-Station Maalbeek hat es am Dienstag, den 22. März, mindestens 28 Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Außerdem sollen am Flughafen auch Schüsse gefallen sein. Das Gebäude wurde evakuiert, die Zufahrtswege gesperrt, um Platz für die Rettungskräfte zu schaffen. Noch sind die Hintergründe unklar, doch die Vermutung liegt nahe, dass es sich wieder einmal um das Werk von Terroristen handelt.

In Belgien gilt schon seit Monaten eine hohe Terrorwarnstufe. Wichtige Locations - wie zum Beispiel Bahnhöfe und Flughäfen - werden extra überwacht. Der mutmaßliche Organisator der Attentate in Paris, Abdelhamid Abaaoud, war Belgier - und hat im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gewohnt. Erst vor wenigen Tagen wurde in genau diesem Problembezirk nach diversen Razzien auch ein weiterer der Pariser Attentäter, Salah Abdeslam, festgenommen. Doch andere potentielle Terroristen sind noch auf freiem Fuß.

Königsfamilie holt Kinder aus der Schule

Der belgische Hof ist jedenfalls alarmiert. Die belgische Tageszeitung "Le Soir" meldete, dass auch am königlichen Palast im Zentrum von Brüssel ein verdächtiges Paket gefunden sein soll. In ganz Belgien sind Schulen gebeten worden, ihre Schüler auf dem Schulgelände zu behalten. Gerüchten zufolge sollen die vier Kinder des Königspaares jedoch aus ihren Schulen zurück ins Schloss gebracht worden sein. Thronfolgerin Elisabeth, Prinz Gabriel, Prinz Emmanuel und Prinzessin Eléonore hatten schon nach den Pariser Anschlägen und der darauf folgenden höchsten Terrorwarnstufe in Belgien einige Tage von der Schule pausieren und innerhalb sicherer Palastmauern bleiben müssen.

König Philippe und Königin Mathilde haben sich laut "Danapress" wie folgt zu den Anschlägen geäußert: "Der König und die Königin sind von den Anschlägen am nationalen Flughafen von Brüssel und der Brüsseler U-Bahn schockiert. Angesichts dieser feigen und abscheulichen Taten sind die Gedanken des Königs und der Königin in erster Linie bei den Opfern und ihren Familien, und den Hilfediensten, die sich anstrengen, die Opfer aufzufangen."

Alle Termine sind abgesagt

Der König lässt sich ständig informieren. Königin Mathilde nahm am Vormittag noch an einem Treffen mit der Stiftung "Stichting Kankenregister" teil, weil deren Mitglieder schon im Palast waren. Doch alle weiteren geplanten Aktivitäten des Königspaares für die kommenden Tage - darunter ein Konzert in Antwerpen und eine Besuch Mathildes in Sint-Jans-Molenbeek - wurden abgesagt.

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