Nicole Kidman
© Greg Wahl-Stephens/FilmMagic.com Nicole Kidman

Nicole Kidman Setzt sie ihre Karriere aufs Spiel?

Nicole Kidman kümmert sich rührend um Keith Urban, der trotz Therapie Urlaub mit ihr machen durfte. Ihr Beruf steht nur noch an zweiter Stelle

Die "Donnerfahrt" machte ihnen am meisten Spaß. Gleich drei Runden drehten Nicole Kidman und Keith Urban auf der Kirmes in Sydney im sogenannten "Thunderbolt Ride". Dabei hielten sie Händchen und grinsten sich an. Wie frisch verliebte Teenager beim ersten Rendevouz auf dem Rummel. Okay, frisch verliebt sind die Schauspielerin und der Countrysänger nicht mehr - die beiden sind seit zwei Jahren zusammen und seit Ende Juni vorigen Jahres verheiratet. Aber ein erstes Rendezvous war es in der Tat. Und zwar das erste außerhalb der Therapie. Denn seit Keith, 39, sich im Oktober 2006 nach seinem Alkohol- und Drogenrückfall in eine Entzugsklinik in Nashville, Tennessee, einweisen ließ, sah sich das Paar nur auf dem Krankenhausgelände, unternahm Spaziergänge im Park, führte Gespräche auf einer Bank. Wann immer Nicole, 39, konnte, flog sie zu ihrem Mann, um ihn zu unterstützen und diese schwere Zeit gemeinsam mit ihm durchzustehen. Zuletzt ging sie sogar mit Keith zu den Anonymen Alkoholikern. So ist ein Teil des Erfolgs der Therapie auch ihr zu verdanken. Dem Musiker geht es inzwischen wieder so gut, dass seine Ärzte ihm erlaubten, zum Jahreswechsel bei seiner Frau in Australien zu sein. Seit der Hochzeit waren die beiden nicht mehr in ihrer gemeinsamen Heimat, höchste Zeit also, Familie und Freunde zu besuchen. Aber auch, um mal wieder Zweisamkeit zu ge-nießen. In Kidmans Haus am Meer oder eben auf der Kirmes in Sydney. Hauptsache zusammen. Das kann der Liebe nur guttun.

Aber auch dem Job? Klar, Nicole Kidman gehört nach wie vor zu Hollywoods gefragtesten Stars, wird top bezahlt und mit Drehbüchern überschüttet. Aber: In den vergangenen beiden Jahren nahm ihr Erfolg deutlich ab. Während Kidmans frühere Filme wie "The Hours" oder "Cold Mountain" im Kino noch Zuschauerrekorde verbuchten, entpuppten sich ihre jüngsten Projekte als Flops. Nicoles bislang letzten Film "Fur: An Imaginary Portrait of Diane Arbus" wollten in den USA nur knapp über 200000 Zuschauer sehen. Verglichen mit den gut 137 Millionen, die im gleichen Zeitraum Karten für das neue James-Bond-Abenteuer "Casino Royale" kauften, ist das ein miserables Ergebnis. Und auch ihr nächster Film "The Invasion" scheint kein Blockbuster-Potenzial zu haben. Es heißt, der Sci-Fi-Horror von Regisseur Oliver Hirsch-biegel kam beim Testpublikum so schlecht an, dass nun sehr viele Szenen nachgedreht werden müssten, um das Gesamtwerk zu retten. Ein Karrieretief, das auffallend parallel zu Nicoles privatem Liebeshoch verläuft. Mögen ihre Fans Keith Urban etwa nicht? Ruiniert der exzessfreudige Musikstar, dem erst kürzlich nachgesagt wurde, er habe unmittelbar vor seiner Heirat eine Affäre mit einem 23-jährigen Model gehabt, das saubere Image der Schauspielerin? Stört es das Bild, wenn sie, statt vor der Kamera zu stehen lieber Krankenbesuche in einer Entzugsklinik macht? Fakt ist, dass Nicole Kidman in ihren Jahren als Single nach der Trennung von Tom Cruise so erfolgreich wie nie war. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich damals voll und ganz auf ihre Karriere konzentrieren konnte. Heute hingegen zerreißt sie sich. Sucht sich einerseits anspruchsvolle Filme heraus, die viel Kraft und Können erfordern. Will aber andererseits alles tun, um mit Ehemann Keith Urban endlich ungetrübtes Glück zu genießen. Und eigentlich möchte sie auch so bald wie möglich eine Familie gründen. Allerdings muss sich Nicole Kidman da wohl noch eine Weile gedulden. Keith kehrte nach dem Australien-Trip gleich wieder nach Amerika zurück: Zum Endspurt seiner Therapie in der Betty-Ford-Klinik in Los Angeles. Für seine Frau eigentlich eine gute Gelegenheit, sich mit Baz Luhrmann zu treffen. Der australische Regisseur möchte nämlich gern mit ihr das Kostüm-Drama "Australia" drehen. Immerhin hatte Nicole zusammen mit Luhrmann schon einmal großen Erfolg: 2001 in "Moulin Rouge!". Das wäre doch sicher einen zweiten Versuch wert.