Michael Schumacher: Willi Weber, Michael Schumacher
© Reuters Willi Weber, Michael Schumacher

Michael Schumacher Ex-Manager Willi Weber spricht

Wie geht es Michael Schumacher beinahe zwei Jahre nach dem schweren Schädel-Hirn-Trauma? Sein Ex-Manager Willi Weber äußert sich kritisch über die seltenen Updates

"Unverantwortliche Spekulationen"

Kürzlich herrschte Verwirrung um den gesundheitlichen Zustand von Michael Schumacher, 46. Zunächst berichtete die "Bunte", der ehemalige Rennfahrer könne mithilfe seiner Therapeutin wieder eigenständig laufen. Sabine Kehm, Schumachers langjährige Managerin, ruderte schnell zurück:

"Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht. Solche Spekulationen sind unverantwortlich, denn angesichts der Schwere seiner Verletzungen ist für Michael der Schutz seiner Privatsphäre sehr wichtig. Leider führen sie außerdem dazu, dass viele Menschen, die ehrlich Anteil nehmen, sich falsche Hoffnungen machen." Tanja May, stellvertretende Chefredakteurin der Illustrierten, allerdings bleibt im Interview mit "RTL" bei ihrer Darstellung:

"Die Informationen, die wir haben, sind absolut vertrauenswürdig, absolut korrekt. Wir sind seit zwei Jahren immer absolut gut informiert: In welcher Klinik er liegt, auf welcher Reha-Station er liegt, wann er nach Hause kommt."

Willi Weber: "Michael war ein Mann, der in der Öffentlichkeit stand"

Nun hat sich Schumachers Ex-Manager Willi Weber im "Express" zu Wort gemeldet. Der 73-Jährige bedauert, dass es keine Neuigkeiten für die Fans des Formel-1-Stars gibt:

"Ich finde es bedenklich, dass man nichts von der Familie hört. Einen Durchbruch in der Rehabilitation würde man sicher mitteilen. Michael war ein Mann, der in der Öffentlichkeit stand", sagt er. Zwei Jahre nach dem tragischen Unfall wisse man, dass "Schumi" kleine Fortschritte mache, "aber die Frage ist: Fortschritte auf welchem Niveau?"

Weber selbst hat den Unfall seines ehemaligen Schützlings noch immer nicht verarbeiten können: "Michael hat es schlimm erwischt. Die Hirnschädigungen sind laut seines Arztes gravierend gewesen. Darunter habe ich schon so gelitten und leide immer noch."

"Es gibt immer Hoffnung"

Michael Schumacher war am 29. Dezember 2013 beim Skifahren im französischen Méribel schwer gestürzt, lag nach einem Schädel-Hirn-Trauma lange im Koma und befindet sich mittlerweile in der Reha. Erst vor Kurzem hatte sein langjähriger Formel-1-Weggefährte Ross Brawn Hinweise auf den sich nur langsam verbessernden Gesundheitszustand des siebenfachen Weltmeisters gegeben.

"Ich habe ihn ein paar Mal besucht. Außerdem ruft mich seine Ehefrau Corinna gelegentlich an und bringt mich auf den neuesten Stand", sagte Brawn dem "Daily Mirror". "Wir beten jeden Tag, dass er sich erholt. Es geht langsam voran. Aber es gibt immer Hoffnung."