Das spektakuäre Tennis-Stadion
© John Gollings Das spektakuäre Tennis-Stadion

Tennis Männer aus Stein

Shanghai im Tennisfieber: Am 11. November werden die acht besten Tennisspieler der Welt zunächst in etwas anderer Form auf dem Platz stehen.

Der "Tennis Masters Cup", gemeinschaftlich ausgetragen von der ATP, ITF und Grand Slams, ist der Höhepunkt des Jahres im professionellen Herren-Tennis - das letzte Turnier der Saison und ein besonderes Highlight, denn die besten Tennisspieler der Welt treten gegeneinander an. Dieses Jahr ist Shanghai vom 11. bis zum 18. November der Schauplatz aller Tennis-Entscheidungen.

Die Veranstalter haben sich für dieses Ereignis etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Acht körpergroße Terrakotta-Statuen mit den Köpfen der acht besten Tennisspieler der Welt werden derzeit von der französischen Künstlerin Laury Dizengremel in China modelliert. Zum Auftakt des Turniers werden die Tennisstatuen im Qi-Zhong-Stadion feierlich enthüllt.

Die ersten drei Statuen der Weltklasse-Spieler
© Tennis Masters CupDie ersten drei Statuen der Weltklasse-Spieler

Gar nicht so einfach, so ein Kunstwerk: Um Maß zu nehmen bediente sich Dizengremel schauerlich anmutender Hilfsmittel: Mit Riesenzangen vermaß sie die Köpfe von Tennisassen wie Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic während der Masters Series in Montreal.

Die Terrakotta-Krieger stehen symbolisch für die Geschichte und Kultur Chinas. Die originale Terrakotta-Armee wurde für den Kaiser Qin von über 700.000 Handwerkern geschaffen und für sein Nachleben mit ihm beerdigt. Erst 1974 fand man das Grab des Kaisers und die vermutlich knapp 8000 lebensgroßen Fuß- und Reitersoldaten mit Pferden und Kriegswagen. Bis heute gelang es nur, einen kleinen Teil der beeindruckenden Gestalten freizulegen. Das Kaisergrab mit seinen Statuen zählt zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen Chinas. Für Roger Federer sei es eine Ehre als Terrakotta-Figur verewigt zu werden, sagte er, und lobte die originelle Idee, die Kultur und Sport zusammenbringe.

Wer allerdings beim "Tennis Masters Cup" am besten Ball und Schläger zusammenbringt, das wird wie gewohnt auf dem Platz entschieden.

Mehr Informationen finden sich unter www.masters-cup.com .