Steffen Henssler
© Olaf Blecker Steffen Henssler

Steffen Henssler Jetzt packen wir's an!

Einmal ohne Bauchansatz durch den Winter kommen: Der Hamburger Spitzenkoch Steffen Henssler stellt exklusiv seine persönlichen Fitnessrezepte vor

Lektion 1

Richtiges Training


Ein gutes Körpergefühl erfordert kein Hardcore-Programm, aber ein ausgewogenes, professionelles Training. Steffen Henssler kombiniert deshalb Laufen, Boxen und leichten Muskelaufbau.

- Grundregeln -
Vorher und hinterher nie das Stretching vergessen! Es erspart Ihnen schließlich unangenehme und manchmal sogar schmerzhafte Muskelverkürzungen. Zwischen den vielen Feiertagen im Winter ruhig mal eine Extrastunde Training einlegen - das macht auch die ein oder andere Sünde wieder wett. Außerdem ist bei allen drei Sportarten am Anfang die Betreuung durch einen Trainer ratsam. Er sucht mit Ihnen die passenden Übungen aus und erstellt einen individuellen Trainingsplan. Nur dann kann auch sichergestellt werden, dass man seinen Körper wirklich gesund und effizient trainiert.

- Laufen -
Unter 30 Minuten Trainingsdauer setzt die Fettverbrennung noch gar nicht richtig ein. Deshalb lieber langsamer laufen und dafür aber länger. Beginnen Sie zu Anfang mit einer halben Stunde und steigern Sie von Mal zu Mal um fünf bis zehn Minuten. Die beste Regel lautet: "Laufen ohne zu schnaufen" - also nur so schnell joggen, dass man nicht außer Atem gerät und sich noch unterhalten kann. Unbedingt immer auf die Zeichen des Körpers achten. Kurzatmigkeit, Seitenstiche, Schwindel oder Gelenkbeschwerden sind Warnsignale, die eine mögliche Überlastung beim Training anzeigen. Für Anfänger ist Power-Walking deshalb eine gute Alternative. Wer mag, kann es auch mal mit Gewichtmanschetten (1/2 kg) an den Händen ausprobieren. Um während des Trainings den ganzen Körper kontinuierlich auf Spannung zu halten, hilft folgende Gedankenstütze: Stellen Sie sich vor, einen Euro zwischen den Pobacken zu klemmen - das wirkt wahre Wunder.

- Muskeltraining -
Hier gilt nicht: Viel hilft auch viel. Stattdessen kommt es auf die richtige Technik an. Wer seine Muskeln gezielt und nachhaltig in Form bringen möchte, arbeitet besser mit geringerem Gewicht, dafür aber mit mehr Wiederholungen. Eine totale Streckung der Gliedmaßen ist tabu. Arme oder Beine sollten bei jeder Übung besser leicht angewinkelt bleiben, das schont die Gelenke und fordert die Muskeln maximal.

- Boxen -
Dieser anspruchsvolle Sport ist die wohl beste Methode, um Kondition, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen zu trainieren.Bevor Sie in den Ring steigen, wärmen Sie sich am besten erst mal mit einer Runde Seilspringen auf. Es eignet sich übrigens auch perfekt als schnelle Fitnesseinheit zwischendurch und für zu Hause.

- Nach dem Training -
Belohnung erwünscht? Saunagänge sind perfekt zum Entgiften und für die Muskeln eine wohltuende Entspannung. Einen ähnlichen Effekt hat ein ausgiebiges Basen-Bad (z. B. über www.p-jentschura.de). Noch angenehmer ist natürlich eine Profimassage, die man in guten Studios dazubuchen kann. Außerdem heißt es nach dem Training viel Wasser trinken, um den Mineralhaushalt wieder aufzufüllen. Am besten über den ganzen Tag verteilt mindestens drei Liter. Wer Muskelkater minimieren möchte, nimmt Magnesium. Auf Hochprozentiges sollte möglichst verzichtet werden. Wenn es doch mal ein Glas sein soll: Rotwein enthält zumindest viele Antioxidantien. Oder man greift zu einer kalorienärmeren Weißweinschorle.

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