Lily Allen
© Getty Images Lily Allen

Star-Twitter Wenn Lily aus ihrem Leben zwitschert

Mit Twitter treten immer mehr Stars in Kontakt zu ihren Fans. Denn der Mikro-Blog eröffnet ihnen einen ganz neuen, persönlichen Draht zum Fan

"Habe gestern die Kühlschranktür einen Spalt offen gelassen, jetzt ist alles vergammelt!" Lily Allen ist nicht nur sehr an den kleinen Details des Alltags interessiert, die sie gern in ihren Songtexten aufgreift. Die Sängerin ist auch eine leidenschaftliche Twitterin. Mehrmals am Tag meldet sich Lily zu Wort, meistens vom Blackberry. So erfährt die ganze Welt, dass die Künstlerin wieder mal nicht einschlafen konnte oder einfach nur, wo sie gerade ist. Vor ein paar Tagen konnten interessierte Fans lesen, dass der Star eben mal 2.000 Pfund Strafe zahlen muss, weil sie Backstage eine Eiskremschlacht veranstaltet hat.

Ashton Kutcher und Demi Moore twittern aus Leidenschaft. <link adr="http://m.twitter.com/aplusk">Hier gehts zu Ashton Kutchers Twitter-Seite</link>
© Getty ImagesAshton Kutcher und Demi Moore twittern aus Leidenschaft

Den Fans so nah...

Der beliebte Kommunikationsdienst www.twitter.com begeistert jetzt auch immer mehr die Prominenz. Stars und Sternchen wittern die perfekte Chance, den direkten Draht zu den Fans mit Leben zu erfüllen und sie mit brandaktuellen News zu versorgen. Hugh Jackman beispielsweise twittert gerade von seiner "Wolverine"-Promotiontour, kurz und sachlich. Wer Britney Spears Nachrichten verfolgt, liest sehr viel von ihrem Tourmanager Adam, der oft für den Star twittert. Lily Allen wiederum nutzt die Plattform auch zu gern, um Dinge richtig zu stellen, die sie so nie gesagt haben will. "Nein, ich habe das so nicht erzählt! Ich kenne Cheryl Cole und ihren Mann nicht und David Beckham auch nicht. Bitte glaubt diesen Müll nicht." Und Pink dementierte über Twitter kürzlich, dass sie nicht bisexuell sei, wie immer wieder behauptet wird.

Follower sind Gradmaß des Erfolgs

Im Promi-Gezwitscher hatte Ashton Kutcher zunächst die Nase vorn. Er knackte als erster die beeindruckende Millionengrenze an Followern (to follow = verfolgen) - quasi ein Gradmaß für Erfolg bei Twitter. Talkqueen Oprah Winfrey schaffte dies allerdings gerade innerhalb weniger Wochen. Mit schlappen 42 Einträgen ließ sie Ashtons mühsam erarbeiteten Rekord damit eindrucksvoll verblassen.

Fiese Trittbrettfahrer im Vogelgewand

Das größte Manko an Twitter ist, dass dort jeder P. Diddy oder Bruce Willis spielen kann, solange es niemanden gibt, dem der Betrug auffällt. Allein unter dem Suchbegriff "Britney Spears" finden sich mehr als 100 Twitterer. Und nicht alle sind so freundlich, sich den Nickname "fakebritney" zu geben. An der Anzahl der Follower lässt sich zum Glück meistens ablesen, mit wem man es tatsächlich zu tun hat. Trotzdem bleibt häufig eine Unsicherheit, und dass Barack Obama persönlich mit der ganzen Welt twittert, sollte man in das Reich urbaner Legenden verweisen.

Das Handy als Zwitscherstation

Twittern kann mit 140 Zeichen pro Berichterstattung vor allem den altbewährten SMS-Verkehr ergänzen. Denn auch den Stars macht es am meisten Spaß, die Kurznachrichten an Ort und Stelle in die Welt zu schicken und Updates ihrer Kontakte zeitnah auf ihr Handy zu erhalten. Besonders twitter-freundlich sind natürlich dabei Telefone, mit denen man hervorragende Bilder machen kann. Diese werden dann dank WLAN und HSDPA über twitpic (Fotoplattform von Twitter) sofort verbreitet. Ashton ist darin ein wahrer Weltmeister: "Bin gerade Zeuge eines riesigen Autounfalls am Set geworden. Wow. Foto kommt noch."