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Spielzeug SM-Barbie erregt Aufsehen

"Black Canary", eine verführerische Barbie im schwarzen Lack-Outfit, sorgt für Diskussionen

Wer von braven Barbies gelangweilt ist und endlich mal ein bisschen Action in die private Spielzeugkiste bringen möchte, sollte sich die "Black Canary"-Barbie genauer anschauen. Die bekannte Comicfigur aus Time Warners Comicveröffentlichungen, die bei uns auch unter dem Namen "Blitzschwalbe" bekannt ist, wird im Kinderzimmer definitiv mächtig Unruhe stiften. Denn sie hat ein ganz besonderes Erkennungszeichen: Ihren markerschütternden Sonarschrei, mit dem sie selbst die stärksten Gegner in die Flucht schlagen kann.

"Black Canary"-Barbie sorgt für Furore
© Freitext"Black Canary"-Barbie sorgt für Furore

Aber nicht nur "Black Canary" schreit - ihre Reinkarnation als kleine Plastikpuppe sorgt für heftige Empörungsausrufe. "Christian Voice", eine religiöse britische Gruppe, ist entsetzt und kritisiert die Puppe öffentlich: "Barbie war immer ein wenig nuttig, aber das geht einfach zu weit. Eine Puppe für Kinder in sexuell anregender Kleidung ist unverantwortlich - es ist Dreck."

Harte Worte für ein Püppchen, das eigentlich doch gar nichts Böses im Schilde führt. Schließlich wurde "Black Canary" in den Fünfziger Jahren sogar als Mitglied des Superheldenteams "Justice Society of America" in einer gleichnamigen Comicserie neben Batman und Wonder Woman verwendet. Und die setzten sich schließlich selbstlos für die Gerechtigkeit auf Erden ein.

Aber klar: Der schwarze, tiefausgeschnittene Lackbody, die anrüchige Netz-Strumpfhose, die hochhackigen Femme-fatale-Stiefel, die blonde lange Walle-Mähne und dann dieser verführerische Blick mit den erotisch hochgezogenen Augenbrauen wirken schon sehr verdächtig! Auf der Rückseite der Packung heißt es: "Sie ist wirklich ein heißes Chick!"

Man könnte die Puppenversion der "Black Canary" ohne weiteres der SM-Szene zuordnen. Denn es sieht so aus als würde die schwarze Blitzschwalbe jeden Moment die Peitsche schwingen. Dabei haben die Macher der Puppe die ehemalige Comic-Heldin absichtlich entschärft. Die Brüste wurden deutlich verkleinert und auch andere Körperrundungen wurden verflacht. Ihr großes Problem ist aber, dass sie nicht wie ihre Vorgängerin einfach nur aus Tinte ist, sondern ein Plastik gewordener Männertraum für kleine Mädchen. Und das ist wohl genau das, was christliche Gruppierungen wie die "Christian Voice" so auf die Palme bringt.