Roman Abramowitsch
© WireImage.com Roman Abramowitsch

Roman Abramowitsch Ein netter Kerl dank Dascha

Multimilliardär Roman Abramowitsch lebt schon lange im Luxus - doch irgendwie fehlten ihm zum Feiern immer die prominenten Freunde. Warum liebt jetzt plötzlich halb Hollywood den "rich Russian"?

Neid gilt allgemein als Schwäche.

Roman Abramowitsch wiederum verachtet nichts so sehr wie Schwäche. Deshalb ein Lesetipp für diese Geschichte: Jeder Anflug von Neid sollte sofort als aufrichtige Bewunderung getarnt werden. Das beweist Stärke. Roman Arkadjewitsch Abramowitsch hat es geschafft. Er kommt aus ärmlichen Verhältnissen, doch mit großer Raffinesse - seine Feinde sprechen von Skrupellosigkeit - brachte er es zum Multimilliardär. Er besitzt alles, was man kaufen kann, und auch alles, was es für kein Geld der Welt gibt. Er war Gouverneur der russischen Region Tschukotka. Er hat sechs Kinder, war bisher zweimal verheiratet und lebt heute mit der bildschönen, 15 Jahre jüngeren und ebenfalls vermögenden Dascha Schukowa zusammen. Er wirkt glücklich, ist topfit. Und als wäre das alles nicht erfreulich genug, schwärmt seit der Neujahrsnacht halb Hollywood von ihm, nennt "Roman, the rich Russian" seit der Megaparty an seinem Privatstrand den besten Gastgeber der Karibik. Wie groß sein Vermögen ist, kann vermutlich nicht mal sein Bankier exakt sagen.

Dascha Schukowa scheint der Hauptgrund für Roman Abramowitschs Wandlung zu sein und ist außerdem mittlerweile die Mutter seines sechsten Kindes, Aaron Alexander.
© WireImage.comDascha Schukowa scheint der Hauptgrund für Roman Abramowitschs Wandlung zu sein und ist außerdem mittlerweile die Mutter seines sechsten Kindes, Aaron Alexander.

Seine Geschäfte mit Öl, Gas, Aluminium und Gold sollen ihn vor Jahren 16 Milliarden Euro schwer gemacht haben. In Zeiten der Finanzkrise pendeln sich die Schätzungen bei neun bis zwölf Milliarden ein. Abramowitsch selbst redet ungern über Geld. In einem seiner seltenen Interviews lieferte er der britischen Zeitung "The Observer" die Standard-Antwort wirklich reicher Menschen: Glück könne auch er sich nicht kaufen, aber "etwas Unabhängigkeit". Unabhängigkeit bedeutet demnach für ihn, Helikopter, U-Boote und eine Boeing zu besitzen. Es bedeutet, sich im Lokal viele Flaschen des teuersten Rotweins zu bestellen, dann aber selbst fast nur Wasser zu trinken und den Wein im Restaurant zu verschenken. Und es bedeutet, sich überall dort, wo der Jetset lebt oder urlaubt, kleine Paläste anzuschaffen. In London und auf Sardinien, in Südfrankreich und im Skiparadies Aspen, in Moskau und in Österreich. Seit dem vergangenen Jahr gehört dem "Prinzipal" - so nennen ihn seine 40 Bodyguards - auch eine 60-Millionen-Euro-Residenz auf der Karibik-insel St. Barth. Dort feierte er zur Jahreswende. 3,3 Millionen Euro kostete das Fest, allein 1,4 Millionen gab Abramowitsch aus, um sich die Auftritte seiner neuen guten Freunde Prince, Beyoncé und Gwen Stefani zu erkaufen.

Auch Hollywood-Stars wie Orlando Bloom und Jason Statham amüsierten sich auf seine Kosten, It-Girl Lindsay Lohan schaute ebenfalls vorbei. Es fällt auf, wie intensiv Abramowitsch in jüngster Zeit die Nähe zu illustren Menschen sucht. Bisher war der Mann mit dem oft gelangweilt wirkenden Blick im Gegensatz zu anderen Oligarchen nicht als Salonlöwe aufgefallen. Warum bricht er nun mit dieser Gewohnheit? Gleich zwei Antworten gibt es auf diese Frage. Erstens: Es reicht ihm auf Dauer nicht, nur einer von vielen neureichen Russen zu sein. Abramowitsch kauft daher von allem, was ihm gefällt, gleich mehrere Exemplare. Das gilt auch für die berühmten Freunde, die ihm bisher als Statussymbole noch fehlten.

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