Reese Witherspoon und Ryan Phillippe
© Getty Images Reese Witherspoon und Ryan Phillippe

Party-Trend Scheiden tut (nicht) weh

Divorce-Partys sind in den USA der letzte Schrei. Langsam schwappt der Trend auch zu uns nach Deutschland. Geschmacklos oder großartig?

Madonna und Guy Ritchie haben sie gerade hinter sich, genau wie Reese Witherspoon und Ryan Phillippe, Britney Spears und Jennifer Lopez haben sie schon mehrfach probiert und überhaupt ist sie in Hollywood recht üblich: Die Scheidung. Während diese bei vielen Paaren in einem öffentlichen Rosenkrieg endet, schaffen es einige Stars auch, den Vorgang ohne viel Aufhebens hinter sich zu bringen. Doch Scheidung ist längst kein Tabuthema mehr und eine große Sache schon gar nicht. Ganz im Gegenteil - sie ist fast schon so normal wie die vorangegangene Heirat.

"Bleeding Groom Cake" von US-Model Shanna Moakler
© Wireimage.com"Bleeding Groom Cake" von US-Model Shanna Moakler

Nun kommt endlich neuer Schwung in die Welt des Scheidens. Denn eine Reihe schlauer Köpfe sahen eine Marktlücke im Scheidungs-Mikrokosmos, der nun einmal von einer anderen Seite beleuchtet wird. Und hier ist die Scheidung kein Anlass für Trübsinn, sondern ein zu befeierndes Event. Somit schießen Produkte und Dienstleistungen, die speziell auf die feierliche Scheidungsphase zugeschnitten sind, wie Pilze aus dem Boden und finden einen enormen Absatz.

"Divorce-Partys", zu deutsch "Scheidungspartys", sind in den USA bereits der letzte Schrei. Die rauschenden Feste sollen über den Schmerz hinweghelfen und einen Neubeginn markieren. Die Frisch-Geschiedenen treffen sich auf Cocktails namens "Marriage on the Rocks", hängen Fotos von ihren Verflossenen an eine "Wall of Shame", spülen unter großem Beifall Ehering-Imitate das Klo hinunter und aus den Boxen dröhnen Songs wie "Love is a battlefield".

Die Partys werden, ähnlich wie Hochzeiten, von langer Hand geplant. Wem die Partyorganisation über den Kopf wächst, kann sich einen "Divorce-Party-Planner" engagieren. Dieser kümmert sich um das Versenden der Einladungen, das Menü, die Musik und die Torte. Die gibt es nämlich auch: Mehrstöckige Scheidungstorten mit geradezu horrorfilmverdächtigen Motiven, wie der "Bleeding Groom Cake" (zu deutsch "Blutender Bräutigam Torte") auf der Divorce-Party des US-Models Shanna Moakler zur Trennung von Musiker Travis Barker.

Die nicht ganz so zahlungskräftigen Geschiedenen können immerhin das Buch The Divorce Party Planner erwerben, welches ebenfalls brauchbare Ratschläge in Sachen Scheidungsparty erteilt.

Weiter zur nächsten Seite
Übersicht zu diesem Artikel
  • Seite 1 / 2