Madonna
© Getty Madonna

NY Minute "Hard Candy" in New York

Madonna besinnt sich auf ihre Wurzeln und macht in New York live Werbung für ihr neues Album. Mit im Gepäck war Justin Timberlake als hochkarätiger Überraschungsgast

Sie kehrte dahin zurück, wo alles begann: In den 80er Jahren lebte Madonna in "Alphabet City" auf "Avenue B", startete von hier ihre Karriere und wurde zum weltweiten Star. Um Werbung für ihr neues Album "Hard Candy" zu machen, gab die Diva jetzt ein intimes Konzert im "Roseland", quasi auf heimatlichem Boden (sie ist eigentlich aus Michigan). Hunderte von Fans hatten einen Tag zuvor angefangen, vor der Konzerthalle in der Nähe des "Times Square" zu campen. Einige erlitten regelrechte Heulkrämpfe, als die Türen geschlossen wurden und sie draußen bleiben mussten. 2000 Fans aber hatten Karten gewonnen und sahen die 32-minütige Show. So ist es eben, wenn sich ein Star von Madonnas Kaliber intim gibt.

Als die Lichter angingen, saß Madonna auf einem Sessel, umgeben von sexy Tänzern. In kniehohen Schnürstiefel, Glitzer-Adidashosen und tiefem Top sang sie "Candy Shop", "Miles Away", "Hung Up", "4 Minutes", "Give It 2 Me" und "Music". Es war das erste Mal, dass sie Lieder aus dem neuen Album live darbot. Für ihre knapp 50 Jahre sah Madonna blendend aus und gab sich gelegentlich als Rockerbraut, indem sie die Gitarre schwang.

Doch das Highlight erschien war Überraschungsgast Justin Timberlake. Er sang den gemeinsamen Song "4 Minutes" und die beiden legten eine heiße Show hin. Madonna donnerte ihn gegen eine Wand, rieb ihren Körper an seinen. Das Publikum tobte. Artig bedankte sich die Sängerin bei ihm und sagte: "Ich fühle mich wie das glücklichste Mädchen, eine Platte mit Justin, Timbaland, Pharrell (Williams) und Kanye West zu machen." Und fügte dann hinzu: "Obwohl es mir manchmal so scheint, als ob ich schon 100 Alben gemacht habe, ist es jedes Mal wieder so, als wäre es das beste und auch der größte Spaß, den ich damit hatte."

Einziger Wermutstropfen: Die Show war viel zu kurz. Die Fans draußen ließen sich trotzdem jedes Detail genau erzählen. Giovanni, der nicht hineingekommen war, vergoss sogar ein paar Tränen. "Madonna ist einfach eine Göttin. Ich hätte alles gegeben, um das zu sehen." Bleibt ihm wohl nur das Internet. Dort taucht es sicher irgendwo auf.

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