St. Patricks Day
© Wireimage.com St. Patricks Day

NY Minute Feiern wie die Iren

Am 17. März wird New York in ein Meer aus Grüntönen getaucht. Der Grund: Die Bewohner zelebrieren den irischen "St. Patrick's Day" in vollen Zügen

Laut Statistikamt behaupten 34,7 Millionen Amerikaner, dass sie irische Vorfahren hätten. Das liegt vermutlich daran, dass man als Ire einmal im Jahr einen offiziellen Freischein zum Trinken bekommt. Jedes Jahr am 17. März taucht New York in ein Grün aus Kleeblättern ein, und jeder weiß: Es ist "St Patrick's Day".

Das ist der Tag, an dem auch diejenigen, die mit Irland eigentlich nichts am Hut haben, gern mal zu einem Gläschen Guinness greifen. Schließlich mag jeder die gemütlichen Iren und auch der Parade, die an der "Fifth Avenue" entlang zieht, schaut man gerne zu. Die irischen Pubs sind noch voller als sonst und selbst das Empire State Building wird grün angestrahlt. Wer Solidarität bekunden möchte, trägt grüne Kleidung oder zumindest einen Kleeblatt-Pin. Das Recht auf eine Überdosis Alkohol ist damit gegeben.

In Irland ist der "St Patrick's Day" ein Feiertag - er ist dem ersten christlichen Missionar St. Patrick gewidmet. Auch wenn die New Yorker genauso kräftig feiern wie die Iren, frei haben sie an diesem Tag leider nicht. Die Arbeitgeber schauen jedoch darüber hinweg, dass die Angestellten im Gesicht etwas blasser als sonst sind und ihren Whiskey-Atem vom Vorabend verzweifelt mit Kaugummis und Bonbons bekämpfen.

Die "Today Show" des Senders NBC strahlt sogar ein extra Frühstücks-Programm aus: Alle Rothaarigen werden zu einem Wettbewerb eingeladen - wer die schönste Mähne präsentiert, bekommt einen Preis. Die Idee dazu hatte der Gründer der Internetseite "Redhedd.com", Steve Warrington. Seine Gemeinschaft bringt Rothaarige zusammen um zu verhindern, dass diese aussterben. Wissenschaftler behaupten, rotes Haar würde 2100 nicht mehr existieren. "Ob es nun stimmt oder nicht, ich nehme diese Aussage sehr ernst. Es ist meine persönliche Verantwortung, das Aussterben zu verhindern." Deshalb verteilt er überall fleißig Buttons mit der Aufschrift "Kiss Me, I'm Irish". Nach ein paar Gläsern Guinness und jeder Menge Whiskey dürfte das den New Yorkern wohl recht leicht fallen.

>> Vanda Bildt