NY Minute

Justin als Kunst-Inspiration

Alles für Justin: Ein New-Yorker-Kurator outet sich als Riesefan des Sängers. Für ihn hat er sogar eine Ausstellung organisiert - für einen Tag

Justin Timberlake

Der New-Yorker-Kurator Nicholas Weist nennt sich selbst einen Über-Fan. Er gibt offen zu, er sei besessen von . Und als er mit ein paar Kumpels Margaritas trinkend in seiner Wohnung saß und "My Love" hörte, kam ihm die Idee: Warum nicht eine ganze Ausstellung widmen? Inspiriert vom Leben des Popkünstlers stellte Weist innerhalb von drei Wochen eine Ausstellung zusammen, die nur einen Tag lang in der New Yorker Galerie "Oliver Kamm 5BE" zu sehen war.

Justin Timberlake bei einem seiner dynamischen Auftritte

Justin Timberlake bei einem seiner dynamischen Auftritte

Unter dem Titel "If I Told You You Were Beautiful Would You Date Me On The Regular?" waren Collagen, Skulpturen, Video-Instellationen, Fotos, Zeichnungen und sogar Performances zu bewundern. Es ist die erste Kunstausstellung, die dem blonden Krauskopf aus Memphis, Tennessee gewidmet wurde. Dieser schrieb nicht nur kürzlich Popgeschichte, weil er für Songs verfasste, sondern auch Britneys Jungfräulichkeit raubte, dann datete und nun beglückt. Zudem verkaufte er bislang sieben Millionen Platten weltweit. Egal, welchen Maßstab man ansetzen will: Justin ist ein Superstar. Die Damenwelt will ihn, die Männer bewundern ihn und selbst die Kritiker meckern kaum. Das ist selten.

Doch weniger seine Frauengeschichten als seine schillernde Biografie waren die zentrale Inspiration, so der Künstler, Fan und auch gern Möchte-Gern-Stalker (er ist seinem Lieblingssänger noch nie begegnet) Nicholas Weist: "Er ist wie ein Chamäleon. Seine Karriere ist verrückt: Kinderstar bei Disney, dann eine Boyband, dann ein jugendlicher Solokünstler, dann schließlich der erwachsene Künstler. All diese Stadien ließen mich über Natur von Popmusik nachdenken", so Weist gegenüber "MTV". Wie viele Margaritas dieses Gedankenspiel beeinflussten, verriet er allerdings nicht.

Dennoch oder gerade deshalb wurde die Ausstellung zum Hit. 500 kamen zu dem One-Day-Only-Event und hörten dazu Interpretationen von verschiedenen DJs, die sich ebenfalls vom Pop-Prinzen inspirieren ließen. Warum nur der eine Tag? Laut dem Kurator eine Hommage an die fliehende Schnelligkeit des Popbusiness - woher vermutlich die meisten One Hit Wonders stammen. Sein Fazit zu dem überraschenden Erfolg: "Ich hatte es schon vermutet, alle in der Kunstszene lieben heimlich Justin."

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