Franziska Knuppe

"Ich mag es wild-romantisch"

In ihrem Glamour-Job muss alles schnell gehen - zu Hause, im großen Garten, entspannt sich Model Franziska Knuppe. Wenn sie in ihren Beeten buddelt, scheint die Zeit stillzustehen

Franziska Knuppe

Auf den ersten Blick

passt sie eher ins coole Loft als in einen wilden Garten: Franziska Knuppe, erfolgreiches Model, stets perfekt gestylt, jeden Monat auf einem anderen Cover, gern gesehener Gast auf den wichtigsten Großstadtpartys. Doch privat liebt es die 35-Jährige bodenständig. Mit ihrem Ehemann, dem Unternehmer Christian Möstl, 38, und Tochter Mathilda, 3, lebt sie seit zwei Jahren in der Nähe von Potsdam. Dort hat sich die Familie ein Haus gebaut - außen modern, innen gemütlicher Landhausstil. Drumherum ein 1300 Quadratmeter großer Garten, in dem fast jede freie Minute verbringt. Für sie ist das mehr als ein trendiges Hobby: Schon vor Jahren zog sie in einem Schrebergarten eigene Erdbeeren, Rhabarber und Tomaten. Gala begleitete sie in die "Königliche Gartenakademie" in Berlin, wo sie nach Herzenslust Blumen shoppte.

Model Franziska Knuppe pflanzt in ihrem Garten nach Lust, Laune und Farben.

Model Franziska Knuppe pflanzt in ihrem Garten nach Lust, Laune und Farben.

Was trägt das Model Franziska Knuppe bei der Gartenarbeit?
Meistens Jeans, Gummistiefel und je nach Wetter T-Shirt oder Pullover. Und Sonnenschutz vor allem! Wenn man zwei Stunden auf den Knien Unkraut zupft, verbrennt ganz schnell der Nacken. Natürlich müsste ich eigentlich auch immer Handschuhe tragen, denn meine Agentur findet schwarze Fingernägel nicht so toll. Aber da hilft ja auch ein ausgiebiges Seifenbad.

Wie wichtig war Ihnen der Garten bei der Auswahl des Baugrundstücks?
Der große Garten war uns ganz wichtig. Hier wollen wir mit Freunden feiern, und für Kinder soll viel Platz für Spielgeräte da sein. Mein Mann hat ein Baumhaus mit Rutsche gebaut und eine lila Schaukel - wir haben alles selbst angemalt. Da musste ich mir die Haare dann auch mal mit Terpentin auswaschen. (lacht)

Haben Sie auch den Garten selbst angelegt?
Ja, es war ein Art Waldgrundstück, wir mussten einige alte Kiefern fällen. Aber an den Seiten haben wir Flieder stehen lassen. Der ist traumhaft, wenn er in allen Tönen blüht, von Weiß bis Dunkelviolett. Mathilda geht dann morgens immer raus und sagt: "Mama, riech mal!" Das duftet herrlich. Dann haben wir Rasen neu gelegt und Stauden so gepflanzt, dass vom Frühjahr bis zum Herbst immer was blüht.

Haben Sie sich beraten lassen?
Nein, das mache ich nach Gefühl. Ich suche mir die Blumen aus, die ich liebe, Margeriten zum Beispiel und Rittersporn. Im nächsten Jahr will ich Pfingst- rosen pflanzen. Ich mag es wild-romantisch. Das entspricht meinem Charakter. Ich bin auch ein bisschen Chaot, und deswegen muss zwar alles ordentlich sein, aber nicht perfekt.

Eins und eins mit der Natur: Model Franziska Knuppe in einem Beet, das in zarten Fliedertönen gehalten ist.

Eins und eins mit der Natur: Model Franziska Knuppe in einem Beet, das in zarten Fliedertönen gehalten ist.

Was ist für Sie die Motivation, alles selbst zu machen?
Für mich ist das ein Ausgleich zur Glamourwelt. Ich empfinde es als Entspannung, durch den Garten zu kriechen und alles in Ordnung zu bringen. Ich bin ein mobiler Mensch, alles muss immer ganz schnell gehen. Aber im Garten komme ich runter. Wir lernen alle drei viel hier im Grünen, lernen Respekt vor der Natur zu haben - und Geduld. Besonders für Mathilda ist das sehr wichtig.

In der "Königlichen Gartenakademie" suchte Franziska Knuppe sich unter anderem Petunien aus.

In der "Königlichen Gartenakademie" suchte Franziska Knuppe sich unter anderem Petunien aus.

Hilft sie schon mit?
Na ja, ich muss ihr immer noch den Unterschied zwischen Unkraut und Blumen erklären. Aber es bringt ihr viel Spaß. Sie schaut sich alles genau an, macht uns nach.

Welche Aufgaben sind für Ihren Mann reserviert?
Er mäht den Rasen. Meine Aufgabe ist es dann, ihm ein kaltes Bier zu bringen. (lacht) Ansonsten machen wir alles zusammen. Letztes Jahr haben wir einen Kirschbaum gepflanzt, jetzt gerade eine Hecke. Ich will ja meine Privatsphäre haben, wenn ich im Bikini rumlaufe.

Konnten Sie als Kind in einem Garten spielen?
Bei meinen Großeltern bin ich durch den Garten gelaufen, habe Erdbeeren und Kirschen gepflückt. Und meine anderen Großeltern hatten einen Schrebergarten. Da habe ich viel geholfen.

Haben Sie sich wegen dieser Erfahrungen mit Ende 20 eineneigenen Schrebergarten zugelegt?
Wir wollten damals unbedingt raus, wir suchten eine Abwechslung zum Beruf. Den Garten hatten wir vier Jahre lang. 30 Prozent mussten als Nutzgarten angelegt sein. Das war echte Arbeit.

Sie und Ihr Mann waren doch bestimmt Exoten im Kleingärtnerverein ...
Nein, überhaupt nicht. Da waren viele junge Leute. Aber natürlich gab es auch die alteingesessenen Gärtner, mit denen man schon mal Meinungsverschiedenheiten hatte. Es waren nämlich eher die Älteren, die laute Partys gefeiert haben. (lacht) Dabei wollten wir den Garten doch als Ruhepol haben.

Gab es Freunde, die Ihre Lust am Schrebergarten spießig fanden?
Nein, die waren alle begeistert und haben uns besucht. Wir waren eigentlich den ganzen Sommer immer draußen, haben viel gegrillt. Jetzt haben viele unserer Freunde selbst Kinder - und einen eigenen Garten.

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