Fabian Hambüchen
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Fabian Hambüchen Druck zu groß?

Im Team-Finale im Turnen patzte ausgerechnet Fabian Hambüchen am Reck - Deutschland verpasste eine Medaille und wurde vierter. Ist der Druck auf den jungen Hoffnungsträger zu groß?

Beim Publikum beliebt: Fabian Hambüchen mit einem Zuschauer-Preis
© Wireimage.comBeim Publikum beliebt: Fabian Hambüchen mit einem Zuschauer-Preis

18.000 begeisterte Zuschauer sahen das olympische Finale im Kunstturnern der Mannschaften und feierten am Ende den Sieg der Chinesen. Deutschland, mit großen Hoffnungen angetreten, verpasste knapp eine Medaille und belegte den undankbaren vierten Rang.

Es war Deutschlands Hoffnungsträger Nummer Eins, Fabian Hambüchen, auf den alle Augen gerichtet waren, und auf dem somit auch ein immenser Druck lag. Der Europa- und Weltmeister aus Bergisch-Gladbach patzte am "Königsgerät", dem Reck, und musste seine Übung vorzeitig beenden. Dies war nur ein Fehler von mehreren in der deutschen Mannschaft.

Bleibt die Frage, ob der immense Druck auf den 20-Jährigen zu groß ist. Schon im Vorfeld der Spiele fokussierte sich ein Teil der Berichterstattung nur auf ihn. Dem 1,63-Kunstturner sagen viele ein enormes Starpotential zu, welches man bei vielen anderen, nicht weniger erfolgreichen, deutschen Sportlern vermisst.

Hambüchen selbst gab sich indes gar nicht enttäuscht. Nach dem Finale betonte er die große Leistungssteigerung der deutschen Mannschaft und verwies auf die Spiele von Athen von vor vier Jahren, bei denen sich die Deutschen noch mit dem achten Platz haben zufrieden geben müssen.

Der Druck ist nicht weg: Fabian hat sich für drei Einzelfinals qualifiziert, unter anderem in seiner eigentlichen Paradedisziplin, dem Reck. Bleibt zu hoffen, dass er in einer Woche befreit auftreten und fehlerfrei sein Programm durchziehen kann.

sgr