Margherita Missoni und Eugenio Amos
© Action Press Margherita Missoni und Eugenio Amos

Hochzeiten Love, Peace & Hipness

Marry like a Hippie! Hochzeiten im Boho-Style sind der neue Trend. Paare wie Margherita Missoni und Eugenio Amos haben's getan

Manche Augenblicke im Leben sind visionär.

Als Margherita Missoni 14 Jahre alt war, hatte sie so einen Moment. In einem Modemagazin sah sie ein Hochzeitskleid und wusste: "That's it! So eines werde ich tragen, wenn ich heirate!".

15 Jahre lang hütete sie den Zeitschriftenausriss wie einen Schatz. Und dann, nach einigen Treffen mit ihrer Mutter Angela, Kreativdirektorin des Fashionimperiums Missoni, und Designer Giambattista Valli, wurde die Vision endlich wahr: Im Juni trat die 29-Jährige in einem champagnerfarbenen Hippie-Traum aus transparent schimmerndem Seidenorganza vor den Altar. Das Maxidress mit Puffärmelnv und üppigem Blütendekor wurde stilvoll mit einer silbernen Tiara und ebenfalls silbernen Gladiator-Sandalen abgerundet. Passend zum Wildrosenstrauß seiner Zukünftigen hatte sich der Bräutigam und italienische Rennfahrer Eugenio Amos, 27, ein großes Gänseblümchen ans Revers geheftet und trug sein schulterlanges Haar offen, während ihres zauberhaft geflochten war. Che Flowerpower, che bellezza!

Für einen Tag lang war die 1000-Seelengemeinde Brunello in der Lombardei das Zentrum des Fashionzirkus, und nicht das nahe gelegene Mailand. Schauspielerin und Model Margherita hatte das Who's Who der Modebranche eingeladen: Starfotograf Mario Testino, Ex-"Vogue"-Chefredakteurin Carine Roitfeld, Editor-at-Large der japanischen "Vogue" Anna Dello Russo und Modekritikerin Suzy Menkes feierten mit dem illustren Missoni-Clan und anderen Jetset-Größen inmitten der herrlichsten Natur. Auf dem ländlichen Anwesen der Brautmutter, in der Region Varese, umrahmt von Olivenbäumen und schier endlosen Weinbergen, wurde unter dem Motto "Hippie Gipsy" Margheritas Summer of Love filmreife Realität. Ihre engsten Freundinnen, Schuhdesignerin Charlotte Dellal, Casiraghi-Freundin Tatiana Santo Domingo sowie die It-Girls Eugenie Niarchos und Beatrice Brandolini d'Adda halfen der Braut in ihr zweites Kleid für den Tag, eine roséfarbene, kürzere Version ihres Organzatraums, und drapierten ihren Blumenkranz im jetzt offenen Haar. Ready for Love, Peace and Hipness!

Die Brautjungfern, darunter auch Margheritas Schwester Teresa, trugen Haarkränze aus Gänseblümchen, und selbst Carine Roitfeld, die für ihre ausschließlich schwarze Garderobe berühmt-berüchtigt ist, machte an diesem Sommertag eine Ausnahme und zeigte sich bunt und flatterhaft, wie es sich für ein Blumenkind gehört. "Als wäre es ein Remake von Federico Fellinis 'La Strada'!", schrieb Suzy Menkes später begeistert in der "New York Times".

Und tatsächlich bot sich ein Treiben, das einem Hollywood-Klassiker in nichts nachstand: Während des Hochzeitsessens, das man ganz lässig im Kreis und auf Kissen sitzend einnahm, spielte eine Gipsyband, anschließend zeigten Akrobaten ihr Können und ein Hellseher blickte für die Gäste in die Zukunft.

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