Die Straßen am Zuccotti Park im Finanzdistrikt von New York sind gerammelt voll. Hippie-Vans parken neben den Trucks der Fernsehsender, Touristen fotografieren das Spektakel, vor allem aber: überall Demonstranten!
Schüler, Studenten und Berufsanfänger sind klar in der Mehrheit. Unterstützt werden sie von Kriegsveteranen, Rentnern, Universitäts-Professoren, Arbeitern, Akademikern. Und immer häufiger und lauter mischen sich Stars ins Heer der Unzufriedenen. Susan Sarandon, Tim Robbins, Kanye West - sie alle eint die Sorge um die Zukunft der amerikanischen Jugend. Der Zorn auf Superreiche, die im Verhältnis zur Mittelschicht immer weniger Steuern zahlen müssen, und die Kritik an einer als zu bankenfreundlich empfundenen Politik. Willkommen im Zentrum der "Occupy Wall Street"-Bewegung.
"Unsere Demokratie aufräumen", fordert ein Plakat, ein anderes "soziale Gleichberechtigung". Auch Statements wie "Ich mag Polizisten, die Pot rauchen" sind zu lesen. Bereits seit Mitte September herrscht in Downtown Manhattan diese Stimmung, eine Mischung aus modernem Woodstock und ernsthafter Sorge. "Die Bewegung hat gerade richtig Schwung und bekommt durch die Promis zusätzlich Aufmerksamkeit", meint Matt Miller, Star der TV-Finanzshow "Bloomberg Rewind", zu Gala. Chicago, Los Angeles, Washington, Anchorage - inzwischen formiert sich der Protest im ganzen Land. Für Präsident Barack Obama wird das langsam zum großen Problem, denn es sind seine linksliberalen Vorzeige-Stars, die sich nun gegen seine Politik wenden.
Susan Sarandon beispielsweise klagt an: "Es gibt eine große Lücke zwischen Arm und Reich!" Der Enthusiasmus der Protestler, die sich Tag und Nacht für ihr Land engagieren, berührt die Schauspielerin bei ihrem Besuch. Auch Mark Ruffalo, "Gossip Girl"-Star Penn Badgley und Comedian Roseanne Barr schütteln Hände und beglückwünschen die Demonstranten zu ihrer Hartnäckigkeit.









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