New York Minute allgemein
© Getty New York Minute allgemein

NY Minute Auf den Hund gekommen

Das große Geld machen derzeit in New York die Hunde: Ein Malteser erbte 12 Millionen Dollar aus Immobilien-Geschäften von seinem exzentrischen Frauchen im Schlaf. Ihre feinen Nasen machen zwei Labradore derzeit zu Spitzenverdienern

Am 3. September ist Labor Day. Dieser Tag ist zwar arbeitsfrei, macht dennoch traurig. Es gilt als der offizielle Tag, an dem der Sommer endet. Doch nicht nur deshalb geht New York vor die Hunde. Gesprächsstoff Nummer Eins: Trouble, ein kleiner Malteser, ist über Nacht Millionär geworden. Ihr Frauchen Leona Helmsley verstarb im Alter von 87 Jahren und hinterließ ihr satte 12 Millionen Dollar.

Wer war diese Verrückte mit offenbar zuviel Cash? Eine waschechte New Yorker Ikone. Helmsley sorgte schon Zeit ihres Lebens für erhitzte Gespräche in Büroräumen. Das Ex-Model heiratete den Immobilienhai Harry Helmsley und gemeinsam erwirtschafteten sie eine Fünf-Milliarden-Immobilienfirma. Ihnen gehörte unter anderem das Empire State Building! Und Leona hatte den Spitznamen "Queen of Mean", zu deutsch etwa Königin der Bosheiten. Und das war keineswegs übertrieben.

Helmsley schikanierte Angestellte, feuerte sie für ihre Herkunft oder sexuelle Präferenz. Die Donald Trump-Konkurrentin musste wegen Steuerhinterziehung – denn ihr Geiz war größer als ihr Herz - ins Gefängnis und kommentierte das mit ihrem so berühmt gewordenen Charme: "Nur die kleinen Leute zahlen Steuern." Als sie am 20. August 2007 an Herzversagen verstarb, war es etwa so tragisch als wenn die fiese Schwiegermutter ablebt.

Doch als echtes New Yorker Miststück sorgt sie auch nach ihrem Ableben für Getuschel - dank ihres gemeinen Testaments. Denn sie hinterließ den größten Teil ihres Vermögens nicht nur an Charity-Einrichtungen und ihren Hund – sondern beglückte nur zwei ihrer vier Enkel "aus Gründen, die die beiden kennen". Klar, dass der Malteser Trouble nun seinem Namen Ehre macht und für Ärger sorgt. Anwälte spitzen sicher schon ihre Bleistifte.

Doch Trouble ist nicht der einzige Hund mit einer Glückssträhne. Zwei schwarze Labradore namens Lucky und Flo schnüffeln sich zur Zeit auf einer Mission durch New York. Ja, wirklich. Sie sind trainiert darauf, Polycarbonat zu riechen, was bei der Herstellung von DVDs benutzt wird. Das Hundeduo deckte in Malaysia ein Unternehmen mit gefälschten Filmen im Wert von sechs Millionen Dollar auf. Die Filmpiraten setzten daraufhin ein Kopfgeld von 29.000 Dollar für denjenigen aus, der die haarigen Meisterdetektive tötet. Doch die amerikanische Filmvereinigung MPAA war so begeistert von der Nasenleistung, dass sie die Hunde samt Bodyguard nach New York flog, um Piraten hier das Fürchten zu lehren. Und Lucky und Flo fanden tatsächlich vergangene Woche Kopien im New Yorker Rathaus. Wau!

Das riecht nach einer Hollywood-Karriere! So wie bei Bruno. Der Boxer gehört Schauspieler William Peterson. Da Herrchen ihn nicht alleine Zuhause lassen wollte, ließ er ihn in die Serie CSI hineinschreiben, wo Petersen seit sieben Saisons Agent Gil Grissom spielt. Jetzt bekommt Bruno am Set spezielles Hundefutter und eine Karriere als TV-Schnüffler serviert. Ein Sommer voller Hundeglück. Hoffentlich bringt der Herbst auch den einen oder anderen Knochen für Zweibeiner.

Vanda Bildt