The Voice Jury
© SAT.1/ProSieben/ Alexander Gnädinger The Voice Jury

Voice of Germany Fünf gewinnt!

Backstage bei "The Voice of Germany": Die heißesten Favoriten der TV-Talentshow - und wie die Coaches mit flotten Sprüchen ihre eigenen Karrieren pushen

Nein, eine bequeme Sache ist der Coaching-Job bei "The Voice of Germany" nicht

- auch wenn Xavier Naidoo, Rea Garvey, Nena und "The BossHoss" die meiste Zeit in den roten Polstern ihrer futuristischen Drehsessel sitzen. "Die Dinger sind ziemlich hart. Komfort war eher nicht das Hauptaugenmerk bei der Konstruktion", erzählt "The BossHoss"-Sänger Alec Völkel "Gala". "Da weißt du abends nach der Show, wo du gesessen hast." Alle fünf haben ja einige Jährchen Rock 'n' Roll auf dem Buckel. Da zwickt nach drei Stunden Dreh schon mal der Rücken.

Solche Probleme verfliegen aber schnell angesichts der guten Quoten, die auch die zweite Staffel erreicht - zwischen vier und fünf Millionen schalten ein. Momentan läuft die zweite Phase, die "Battle Round", in der die Coaches die Teilnehmer aus ihren Teams gegeneinander antreten lassen, um zu entscheiden, mit welchen acht Sängern sie jeweils in die Liveshows gehen werden.

Nena: Kaum zu glauben, aber dieses Jahr feierte Nena ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Gerade hat sie ihr neues Album "Du bist gut" veröffentlicht.
© GettyImages / SAT.1/ProSieben/Warwick SaintNena: Kaum zu glauben, aber dieses Jahr feierte Nena ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Gerade hat sie ihr neues Album "Du bist gut" veröffentlicht.

Die Talente sind vielversprechend, doch der Reiz der Sendung liegt nicht zuletzt im Zusammenspiel der Coaches. Alle haben ihren Part. Rea Garvey, der Connaisseur, der zurückgelehnt im Sessel mit geschlossenen Augen der Musik lauscht (Lieblingsspruch: "I fucking love the song"). Nena, die überbordend Gefühlige, die nicht lange still sitzen kann. Xavier Naidoo, der pedantische Dr. Ton, der permanent mit der linken Hand sein Kinn knetet. "The BossHoss", die Underdog-Cowboys im Unterhemd, die 2011 mit Ivy Quainoo triumphierten.

Unterschiedliche Rollen, aber jeder der fünf hat in Sachen Bissigkeit zugelegt. "Mutti ist heute nett", heißt es, wenn Nena bei ihren Kommentaren wieder mal in "Oh, my god, ich kriege Gänsehaut"-Sätze abdriftet oder ihren Lieblingsspruch bringt, sobald das Publikum voll mitgeht: "Maxi kreisch!"

Für Rea Garvey und Xavier Naidoo sind "The BossHoss" nur die "Brüder Cartwright von der Bonanza-Ranch" oder die "Brokeback Mountain"-Boys. "Die haben ihre Karriere auch erst in dieser Show gestartet", kommentierte Naidoo in einer der ersten Sendungen trocken - ein Seitenhieb darauf, dass die beiden zu Beginn die am wenigsten bekannten im Coaching-Team waren. Und wenn alle Cowboy-Gags durch sind, kriegt halt Rea Garvey einen Spruch ab. Die Dialoge sind laut den Machern nicht inszeniert, alles passiere spontan. "Dadurch wirkt die Sendung dynamisch und erfrischend", sagt Inga Nandzik, Konsumforscherin von der Hamburger Agentur "Sturm und Drang". "Außerdem tragen die Coaches ihre Rivalität niemals auf dem Rücken der Kandidaten aus, sondern sticheln eher gegen die Kollegen. Das ist ein guter Spirit für eine Castingshow."

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