Maria Ehrich
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Maria Ehrich Auf dem Weg nach oben

Sie ist erst 19 Jahre alt - und besteht im TV-Event "Das Adlon" mühelos neben den größten deutschen Schauspielkollegen: Maria Ehrich dürfte der Shooting-Star 2013 werden

Sie wirkt wie eine Mischung aus Schneewittchen und Renaissance-Madonna.

Fragil und geheimnisvoll. Es sind vor allem ihre braunen Augen, die einen sofort in den Bann ziehen, Augen, die Reife und Kindlichkeit zugleich ausstrahlen. Maria Ehrich lacht viel beim "Gala"-Interview im Kölner "Café Central", redet über ihre Arbeit - und ist sichtlich stolz. Zu Recht! Welche 19-Jährige kann schon von sich behaupten, dass sie in einer der teuersten deutschen TV-Produktionen aller Zeiten mitwirkt und dabei Stars wie Marie Bäumer oder Christiane Paul die Schau stiehlt? Dieses Kunststück ist ihr gelungen. Mit ihrer Hauptrolle im ZDF-Eventmovie "Das Adlon. Eine Familiensaga", das die Geschichte des legendären Berliner Luxushotels über fast ein Jahrhundert erzählt, sorgt sie immer wieder für Wow-Effekte: Diese Präsenz, dieses Talent, diese natürliche Schönheit!

Um die vom Schicksal gebeutelte Alma in "Das Adlon" spielen zu können, brachte Maria Ehrich ein besonderes Opfer: Weil an dem Wochenende gedreht wurde, musste sie ihr Ticket für das "Hurricane"-Musikfestival 2012 sausen lassen.
© ZDF/Stephanie KulbachUm die vom Schicksal gebeutelte Alma in "Das Adlon" spielen zu können, brachte Maria Ehrich ein besonderes Opfer: Weil an dem Wochenende gedreht wurde, musste sie ihr Ticket für das "Hurricane"-Musikfestival 2012 sausen lassen.

"Maria umgibt eine Aura, die fasziniert. Selbst dann, wenn sie einfach nur im Raum steht und kein Wort sagt. Sie haut einen um - allein schon durch ihre einnehmende Ausstrahlung", sagt "Adlon"-Produzent Oliver Berben über die Jungschauspielerin. In dem TV-Film spielt sie Alma, die Tochter eines reichen Berliner Kaufmanns, die Anfang des 20. Jahrhunderts unehelich ein Kind zur Welt bringt. Und die Rolle ist für sie nur der Anfang. Am 14. März feiert die sechs Millionen Euro teure Fantasy-Romanze "Rubinrot" nach der Bestseller-Trilogie von Kerstin Gier in deutschen Kinos Premiere. Hauptrolle: Maria Ehrich. Erfolgschancen: sehr hoch. Mit einer Zeitungsanzeige, auf die ihre Mutter vor neun Jahren aufmerksam wurde, fing alles an: Kinderdarsteller gesucht! Fünf Casting-Termine später hatte Klein-Maria in der Kinokomödie "Mein Bruder ist ein Hund" ihren ersten Part in der Tasche. "Die 'Adlon'-Rolle war für mich wie ein Lottogewinn!", sagt die Erfurterin mit sanfter Stimme und nippt an ihrer Apfelschorle. "Wann hat man schon mal die Chance, mit mehr als einem Dutzend deutscher Schauspielstars auf einmal zu arbeiten und sie auch privat näher kennenzulernen?" Okay, sie hatte auch schon vorher mit so mancher TV-Größe vor der Kamera gestanden: 2003 zum Beispiel, als Zehnjährige, mit Christine Neubauer. Oder vier Jahre später mit Veronica Ferres, die im Erfolgszweiteiler "Die Frau vom Checkpoint Charlie" ihre Mutter spielte. Damals sei ihr die große Popularität der beiden allerdings gar nicht bewusst gewesen. "Ehrlich gesagt hatte ich vorher noch nie etwas von Veronica Ferres gehört. Fernsehen war damals nicht so mein Ding", sagt Ehrich. Heute gebe sie sich nach außen zwar betont cool, wenn sie nach Drehschluss mit Stars wie Jürgen Vogel ins Plaudern kommt. In Wahrheit plage sie in solchen Momenten aber vor allem ein Gedanke: Jetzt bloß nichts Blödes sagen oder fragen!

In "Das Adlon. Eine Familiensaga" (6., 7. und 9. Januar, jeweils 20.15 Uhr, ZDF) spielen Marie Bäumer und Heino Ferch das Juniorchef-Ehepaar Louis und Hedda Adlon. Die Produktionskosten für den Quoten-Garanten betrugen mehr als zehn Millionen Euro.
© ZDF/Stephanie KulbachIn "Das Adlon. Eine Familiensaga" (6., 7. und 9. Januar, jeweils 20.15 Uhr, ZDF) spielen Marie Bäumer und Heino Ferch das Juniorchef-Ehepaar Louis und Hedda Adlon. Die Produktionskosten für den Quoten-Garanten betrugen mehr als zehn Millionen Euro.

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