Daniel Hartwich
© RTL Daniel Hartwich

Daniel Hartwich Reifeprüfung im Dschungel

In diesem Jahr haben nicht nur die Ex-Promis einen harten Job im australischen Urwald - vor allem der neue Moderator Daniel Hartwich muss sich bewähren

Vielleicht sollte er mal Markus Lanz anrufen:

Der könnte ihm sagen, wie man mit dem Druck umgeht. Wie man in den Schlaf findet, kurz bevor man die quotenstärkste Unterhaltungsshow eines großen deutschen TV-Senders übernimmt. Wie man die übergroßen Fußstapfen eines flamboyanten und geliebten Vorgängers ausfüllen soll. Ohne Karnevalskostüme. Ohne zu imitieren. So viel sei verraten: Daniel Hartwich, 34, der neue Moderator von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" hat den "Wetten, dass..?"-Moderator nicht angerufen. Das ist aber auch gut so. Im Gespräch mit "Gala" wird nämlich deutlich, dass er ganz gut allein weiß, wo es langgeht ...

Sie haben Germanistik und Politikwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt studiert. Jetzt moderieren Sie das Dschungelcamp. Wie konnte es dazu kommen?

Ich glaube eher nicht, dass da ein direkter Zusammenhang besteht. Ich habe die meiste Zeit im sogenannten Philosophen-Turm der Frankfurter Uni studiert. Das war seinerzeit das wohl versiffteste Gebäude der Stadt. Im Vergleich zu den Toiletten der Uni ist das Dschungel-Klo ein gepflegter Wellnessbereich. Insofern war das Studium wohl doch eher dazu geeignet, mich auf ein Leben als Dschungel-Kandidat vorzubereiten. Weniger als Moderator. Die eine oder andere handgroße Schabe, die mir da begegnet ist, sehe ich wahrscheinlich jetzt in Australien wieder.

Er gilt als eines der größten Talente im deutschen TV - zu Recht! Ab dem 11. Januar moderiert Daniel Hartwich mit Sonja Zietlow das sogenannte Dschungelcamp (RTL, 21.15 Uhr).
© RTLEr gilt als eines der größten Talente im deutschen TV - zu Recht! Ab dem 11. Januar moderiert Daniel Hartwich mit Sonja Zietlow das sogenannte Dschungelcamp (RTL, 21.15 Uhr).

Welchen Politiker würden Sie am liebsten im Dschungelcamp sehen - und wäre Boris Becker ein guter Kandidat?

Wegen Boris Becker habe ich 1985 angefangen, Tennis zu spielen, direkt nach seinem ersten Wimbledonsieg. Er ist für mich immer noch einer der größten Sportler, die wir je hatten. Es täte mir schon leid, ihn mit Kakerlaken füttern zu müssen. Bei vielen Politikern hätte ich da wohl weniger Mitleid. Nur fürchte ich, dass die meisten Regierenden von heute sich zu gut im Griff hätten. Ich denke, mit einem Herbert Wehner hätten wir mehr Spaß im Camp gehabt als beispielsweise mit Annette Schavan.

Das frühere Dreamteam: Sonja Zietlow mit Dirk Bach, der am 1. Oktober 2012 starb.
© Picture AllianceDas frühere Dreamteam: Sonja Zietlow mit Dirk Bach, der am 1. Oktober 2012 starb.

Freuen Sie sich auf Helmut Berger?

Ich freue mich sehr auf Helmut Berger. Und zwar mit einer Mischung aus Spannung und Sorge um andere Kandidaten.

Haben Sie schon jetzt Angst, wegen ihrer Gags von den "Stars" auf der Aftershowparty verprügelt zu werden?

Ich glaube nicht, dass die nach zwei Wochen im australischen Dschungel bei Reis und Bohnen noch genügend Kraft dazu haben. Außerdem läuft die Sendung nun in der siebten Staffel. Es sollte sich herumgesprochen haben, worum es darin ungefähr geht. Und dass man sich als Kandidat gegebenenfalls dem Spott der Moderatoren und Zuschauer aussetzt.

Sollte Dirk Bach im Himmel RTL empfangen können - was wünschen Sie sich, wie er die Sendung und Sie findet?

Ich würde mir wünschen, dass er laut und schallend lacht. So wie es die Zuschauer der Sendung jahrelang kannten. Phlipp Jessen

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