Charlie Hunnam
© Picture Alliance Charlie Hunnam

Charlie Hunnam Das Herz eines Rockers

Der Star der Biker-Serie "Sons Of Anarchy" wird in den USA bereits als neuer Brad Pitt gefeiert. Jetzt zeigt Charlie Hunnam auch bei uns, was an ihm dran ist

Diese Serie gibt richtig Gas:

In den USA schalten Woche für Woche sieben Millionen Menschen ein, wenn "Sons Of Anarchy" läuft, Tendenz steigend. Dabei ist die Serie dort bereits in ihrer 5. Staffel, wo vielen Konkurrenten so langsam die Luft ausgeht. Wichtig für den Erfolg: Nicht nur Action liebende Männer versammeln sich vor dem Fernseher, wenn die Abenteuer einer kalifornischen Rockergang gezeigt werden, auch viele weibliche Zuschauer gehören zu den Fans. Nicht zuletzt weil "Sons Of Anarchy" eine Reihe von starken Frauenfiguren zu bieten hat, allen voran Katey Sagal. Die Peggy Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie" spielt hier eine Rocker-Mum zwischen Lady Macbeth und der netten Kneipenwirtin von nebenan, gewann dafür 2011 einen Golden Globe. Den Hamlet zur Lady Macbeth gibt Charlie Hunnam. Und der könnte der wahre Grund sein, warum "Sons Of Anarchy" für viele Frauen Pflicht ist - der Brite ist Augenfutter.

Die Serie: Klar, die Hell's Angels sind irgendwie das Vorbild für die Helden von "Sons Of Anarchy". Aber diese kalifornischen Rocker haben auch eine softe Seite - und eine Reihe von starken Frauen neben sich. Eine tolle Serie, nicht nur für harte Jungs. (Doppelfolgen, dienstags, 22.30 Uhr, Kabel eins)
© Picture AllianceDie Serie: Klar, die Hell's Angels sind irgendwie das Vorbild für die Helden von "Sons Of Anarchy". Aber diese kalifornischen Rocker haben auch eine softe Seite - und eine Reihe von starken Frauen neben sich. Eine tolle Serie, nicht nur für harte Jungs. (Doppelfolgen, dienstags, 22.30 Uhr, Kabel eins)

Der 33-Jährige spielt Jax, den Vizeboss der Biker, der gleichzeitig die Geschäfte der Gang (Waffenhandel, Pornos) organisieren muss und sich rührend um seinen kleinen Sohn kümmert. Eine Rolle zwischen Gewalt und Zärtlichkeit, zwischen Action und Zaudern, die Charlie Hunnam jetzt auch attraktive Filmangebote eingebracht hat. So ist er ab 22. November im schön fiesen Thriller "Cold Blood" zu sehen und im kommenden Jahr in Guillermo del Toros 3-D-Spektal "Pacific Rim", wo er eine der Hauptrollen hat. Begonnen hat der in Newcastle geborene Frauenschwarm Hunnam seine Karriere ausgerechnet als Schwulen-Ikone. In der britischen Serie "Queer As Folk" spielte er einen Minderjährigen, der in Manchesters Gay-Szene für Furore sorgt. Kurz darauf zog es Hunnam nach Hollywood, wo er sich zunächst mit kleinen Rollen in Filmen wie "Unterwegs nach Cold Mountain" durchschlug. Fernsehen machen wollte er eigentlich nicht mehr: "Ich hatte Angst davor, mich so lange zu binden", sagte er in einem Interview. Inzwischen sind es fünf Jahre, und es werden mindestens noch zwei weitere dazukommen. Frühestens nach der 7. Staffel soll Schluss sein mit "Sons Of Anarchy".

Danach ist es höchste Zeit für Hunnam, sich seinen größten Traum zu erfüllen. Schon vor Jahren hat er ein Drehbuch geschrieben, möchte bei der Verfilmung unbedingt selbst Regie führen. Der Mann will ernst genommen werden. Die Vergleiche mit Brad Pitt - wegen der langen blonden Haare und dem vieldeutigen Lächeln - interessieren ihn nicht: "Ich bin mehr als ein pretty boy", hat er einmal gesagt. Und wer würde einem "Son Of Anarchy" widersprechen wollen? Marcus Müntefering

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