Channing Tatum und Alex Pettyfer in "Magic Mike"
© PR/ Concorde Channing Tatum und Alex Pettyfer in "Magic Mike"

DVD-Tipp "Magic Mike"

Wenn der offizielle "Sexiest Man" von Hollywood - Channing Tatum - strippt (und andere auch), dann lohnt sich der DVD-Abend. Auch, weil der Soderbergh-Film "Magic Mike" nicht nur mit freien Oberkörpern punktet

"Alle mal hergucken" - Channing Tatum ist hier ebenso wie in Hollywood im Allgemeinen der sexy Vorturner seiner Männertruppe.
© PR/Concorde"Alle mal hergucken" - Channing Tatum ist hier ebenso wie in Hollywood im Allgemeinen der sexy Vorturner seiner Männertruppe.

Ein bisschen ist es, als ob Channing Tatum aus seinem Leben plaudert. Immerhin hat Tatum, der dieses Jahr vom "People"-Magazin zum "Sexiest Man Alive" gekürt wurde, in seiner Jugend selbst zum Broterwerb die Hüllen fallen lassen und dafür auf ein Collegestipendium mit hartem Footballtraining verzichtet.

In "Magic Mike" spielt Channing Tatum nun den gleichnamigen Stripper, der sich spektakulär auszieht, als Co-Manager neben dem Clubbesitzer "Dallas" (Matthew McConaughey) engagiert und darauf spart, sich den Traum einer eigenen Möbelmanufaktur zu erfüllen. Als er in seinem Nebenjob als Dachdecker den jungen Adam (Teenieschwarm Alex Pettyfer) kennenlernt und für das Clubleben - schnelle Autos, kalte Drinks, heiße Mädchen - begeistern kann, sieht es ganz so aus, als ob sein Plan aufgeht. Der Knabe steigt fortan als "The Kid" auf die Bühne. Nur noch ein paar Jahre im Ausziehjob, nur noch ein kleiner Ortswechsel vom piefigen Tampa nach Miami, und schon könnte das Geld auf dem Konto ausreichen.

Sie sind die Chefs im Club: Dallas (Matthew McConaughey) und Mike (Channing Tatum).
© PR/ConcordeSie sind die Chefs im Club: Dallas (Matthew McConaughey) und Mike (Channing Tatum).

Denn auch wenn Mike die Frauenherzen beständig zu Füßen liegen - nicht einmal im Anzug und mit bestem Geschäftsgebahren schafft er es, den Banken vor Ort einen Kredit für seinen Möbeltraum abzuringen. Doch das Nachtleben zeigt auch seine dunklen Seiten und Adam und seine reizende Schwester Brooke stellen Mike vor Probleme.

"Magic Mike" macht vieles richtig und kam deswegen sowohl auf Filmfestivals als auch beim Kinopublikum zu recht gut an: Er zeigt tolle, glaubwürdige Stars - McConaughey, Tatum, Pettyfer, Matt Bomer, Olivia Munn. Das Drehbuch wurde von jemandem gefertigt - Reid Carolin - der hinterher selbst im Film mitspielt und sich deshalb im Vorfeld entsprechen Mühe gibt.

Frischfleisch gefunden - der erst 19-jährige Adam (Alex Pettyfer) erscheint Mike (Channing Tatum) als eine lohnende Investition.
© PR/ConcordeFrischfleisch gefunden - der erst 19-jährige Adam (Alex Pettyfer) erscheint Mike (Channing Tatum) als eine lohnende Investition.

Und auf dem Regiestuhl durfte Altmeister Steven Soderbergh Platz nehmen, der Hollywoods attraktive Männerriegen schon früher - in den Clooney-und-Pitt-Streifen "Ocean's Eleven", "Ocean's Twelve" und "Ocean's Thirteen" - gut dirigiert hat. Die Tanznummern sind hochklassig, die Musik mitreißend und das weibliche Publikum kann zufrieden damit sein, sich nicht nur "guilty pleasures" hinzugeben, sondern nebenbei auch noch eine Geschichte um einen Dreißigjährigen mit Herz und Verstand zu verfolgen.

Channing Tatum kann mehr als zufrieden auf das Jahr 2012 zurückblicken - seine Karriere ist gesichert. So sehr sogar, dass er sich entschieden hat, mit dem Schauspielen erst einmal ein Jahr lang Pause zu machen und lieber ein Herzensprojekt mit einem Freund zusammen zu produzieren. Mutige Entscheidung. Seine Fans vergrault er damit nicht - gerade erst durchbrach sein Twitter-Account die Grenze von drei Millionen Followern.

Fazit

"Magic Mike" macht Spaß, ohne billig oder albern zu sein. Und schön anzusehen ist er dazu.

Die DVD und Blu-ray zum Film sind im Dezember 2012 und damit passend zu Weihnachten bei Concorde Home Entertainment erschienen.

cfu

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