Kanye West und "MTV" mögen sich nicht wirklich: Schon 2006 stürmte der Rapper bei den "Europe Music Awards" die Bühne und schimpfte wie ein Rohrspatz, weil er den Preis für das beste Video nicht bekommen hatte; bei den "Video Music Awards" am Sonntag (13. September) in New York störte er erneut die Preisverleihung.
Diesmal unterbrach er die Dankesrede von "Best Female Video"-Gewinnerin Taylor Swift, denn Kanye war überzeugt: Nicht sie hätte gewinnen sollen, sondern Beyoncé. Taylor Swift stand sprachlos daneben und auch Beyoncé war das Ganze sichtlich peinlich.
Die Souldiva machte aber das Beste aus der Situation: Bei ihrer Dankesrede für den Preis "Video of the Year" holte sie Taylor Swift nochmal auf die Bühne und gab ihr die Möglichkeit, ihren Preisgewinn ohne Störenfried zu genießen.
Ein echter Höhepunkt war das Tribut für den verstorbenen King of Pop Michael Jackson: Madonna kam auf die Bühne und brachte mit ihrer bewegenden Rede den Saal zum Weinen: "Ich habe ihn verlassen. Wir haben ihn verlassen. Wir haben zugelassen, dass dieses unglaubliche Wesen, das einst die Welt zum Brennen gebracht hat, irgendwie durch die Maschen fiel (...) Es wird niemals wieder jemanden wie ihn geben."
Danach ehrte Janet Jackson auf der Bühne ihren Bruder: Sie performte ihren gemeinsamen Song "Scream" in einem schwarz-weißen Lackoutfit und auch sie hatte am Ende des Auftrittes Tränen in den Augen.
Für den zweiten Skandal des Abends war dann Lady GaGa gut: Sie sang auf der Bühne ihren Song "Paparazzi" und schmierte sich dabei über und über mit Kunstblut voll, um am Ende gen Himmel zu entschweben.
Insgesamt gab es an dem Abend viele Gewinner, Beyoncé räumte gleich drei Awards ab, genauso wie Lady GaGa. Auch Britney Spears, die die Überaschungsgewinnerin 2008, konnte einen Preis für das beste Pop-Video mit nach Hause nehmen, sie bedankte sich per Videoeinspieler von ihrer Tour aus.
Trotz einiger Skandälchen wurden die diesjährigen "MTV Video Music Awards" so zu einer gelungenen Veranstaltung, bereits im zweiten Jahr souverän moderiert vom britischen Comedian Russel Brand.
pfl









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