Inhalt:
Der schüchterne Mathelehrer Frank Tupelo (Johnny Depp) befindet sich gerade auf Europareise, um seine unglückliche Liebe zu vergessen, als er im Zug von Paris nach Venedig die schöne Elise Ward (Angelina Jolie) trifft. Der sonst so bodenständige Frank fühlt sich von der Aufmerksamkeit der glamourösen Elise geschmeichelt und nimmt ihr Angebot an, eine Nacht bei ihr im Hotel zu verbringen. Doch am nächsten Morgen wird schnell klar, dass hier nichts zufällig geschehen ist: Frank steckt plötzlich mitten in einem gefährlichen Abenteuer und mit all dem scheint Elise etwas zu tun zu haben.
Stars:
Florian Henckel von Donnersmarck hätte für seinen ersten Hollywoodfilm wohl kaum größere Stars als Angelina Jolie und Johnny Depp gewinnen können. Wirklich anstrengen muss sich bei ihm aber keiner von beiden: Während Depp seiner Rolle einfach den typischen "Captain Jack Sparrow"- Anstrich verleiht, spielt Jolie als reiche, glamouröse Diva mehr oder weniger sich selbst. Leider fliegen die Funken zwischen den beiden wenig offensichtlich, so dass dem Zuschauer nicht ganz klar wird, warum die beiden Hauptfiguren sich überhaupt verlieben. Auch in den Nebenrollen wartet Henckel von Donnersmarck mit bekannten Namen auf: Der ehemalige "Bond"-Darsteller Timothy Dalton überzeugt als Chefinspektor Jones und auch Ralf Möller, Rufus Sewell und Paul Bettany dürfen sich gelegentlich durch die malerische venezianische Kulisse bewegen.
Fazit:
Die etwas dünne Story wird hauptsächlich von den wirklich wunderschönen Bildern der Lagunenstadt Venedig und natürlich von den Starnamen der beiden Hauptdarstellern getragen. Schnell wird klar, dass der Film entgegen der Ankündigung mehr Komödie als Thriller ist. Wenn Johnny Depp als durchschnittlicher amerikanischer Tourist in Italien konsequent Spanisch statt Italienisch radebricht oder im spießigen Schlafanzug tollpatschig über die Dächer von Venedig hüpft, dann sorgt das für durchaus charmante Momente im Film. Alles in allem jedoch ein eher harmloser Spaß, der bei Jolie- und Depp-Fans für nette Unterhaltung sorgt. Henckel von Donnersmarck sollte sich über die durchweg schlechten Kritiken des Films vor allem im Ausland nicht ärgern: Ein zweiter richtig großer Wurf nach dem Oscar-Erfolg von "Das Leben der Anderen" wäre auch unwahrscheinlich gewesen.
Sarah Stendel









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