Sie scheint momentan überall zu sein: Sarah Connor wirkt durch ihre Tätigkeit als Jurorin der Castingshow "X-Factor" präsent wie seit den Zeiten ihrer Realitysoap nicht mehr. Nach einer Reihe privater Turbulenzen ist die Popsängerin beruflich und privat wieder ganz zufrieden: Am Freitag ( 22. Oktober) kam ihr mittlerweile achtes Album auf den Markt, einen Song daraus wird sie am Dienstagabend den "X-Factor"-Zuschauern live vorstellen. Und mit Manager Florian Fischer hat sie nach ihrer gescheiterten Ehe mit Marc Terenzi wieder einen Partner an ihrer Seite. Mit Gala.de sprach Sarah Connor über ihre Patchworkfamilie und die zwei Jahre währende fast biografische Arbeit an ihrem Album.
Wie ist Ihr neues Album "Real Love" entstanden und welche Erwartungen haben Sie daran geknüpft?
Gar keine Erwartungen. Ich habe es fertig gestellt und jetzt ist alles up to the fans! Es ist innerhalb von zwei Jahren entstanden. Ich hab angefangen mit Songs wie "Back from your love". Wenn ich höre, wie ich damals geklungen habe, als ich noch in einer ganz anderen Lebensphase war - ich höre meine Verzweiflung. Dann gibt es Songs wie "Soldier with a broken heart" oder "Stand up", die verschiedene Stationen beschreiben. "Real love" hab ich hingegen erst vor kurzem aufgenommen und da klingt meine Stimme ganz anders. Sehr offen und liebevoll. Ich hatte also diese ganzen Songs zusammen und dachte: Passt das überhaupt? Kann man die eigentlich auf eine Platte machen? "Real Love" ist der Soundtrack der letzten zwei Jahre für mich und auch die musikalische Antwort auf viele Dinge, die passiert sind.
Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Ich bin nie zufrieden. Das darf man einen Künstler nicht fragen.Ist Ihnen ein Song auf dem Album besonders wichtig?
"Soldier with a broken heart" ist sehr aussagestark für das Album. Ich hab das Lied zusammen mit einem Freund geschrieben. Der hatte damals, als ich mich gerade neu verliebt habe, ein gebrochenes Herz und ihm ging es sehr schlecht. Ich hingegen kam gerade aus dieser Zeit, fing an, das alles hinter mir zu lassen: den Liebeskummer, das Alles-Anzweifeln. Ich musste mein Leben neu sortierten. Daher ist "Soldiers" sehr wichtig.Haben Sie noch mehr Songs selbst geschrieben?
Ich bin selber nicht so die große Songschreiberin, noch nicht. Ich hab mir das noch nie zugetraut, alles selber zu machen. Außerdem hab ich unheimlich gute Leute, die mir Songs schicken und ich such mir dann die Texte aus, mit denen ich mich identifizieren kann.Sie sind dieses Jahr 30 geworden, hat sich durch diese Zahl etwas verändert?
Wenn diese Zahl irgendetwas für mich ausmacht, dann vielleicht, dass ich das erste Mal zurück blicke. In den 20ern hab ich immer nur unmittelbar nach vorne geguckt, mehr in den Tag hinein gelebt. Jetzt denke ich: So, ein Drittel meines Lebens hab ich in diesem Beruf verbracht, was möchte ich im nächsten Drittel machen? Was treibt mich an? Mir macht die Musik sehr viel Spaß, aber das Musikbusiness hat lange nicht mehr den Stellenwert für mich wie mit Anfang 20. Jetzt hab ich meine Kinder und möchte für mich selbst noch mehr erschließen.









Text empfehlen über:
Weitere Funktionen:
Newsletter abonnierenText drucken