Alica Trovatello: Polizei-Kontrolle am Kölner Dom
© Getty Images Polizei-Kontrolle am Kölner Dom

Alica Trovatello Gedemütigt, geschlagen und verhöhnt

Nach den Übergriffen der Silvester-Nacht verstärkte die Stadt Köln an den Karnevalstagen ihre Polizei-Präsenz. Der Tochter des "Bläck Fööss"-Gitarristen Alica Trovatello half das leider nicht

Es muss ein unfassbares Martyrium für Alica Trovatello gewesen sein: Am Freitagabend feierte die Tochter des Gitarristen von Bläck Föös mit ihren Freunden ausgelassen Karneval. Nach einer durchfeierten Nacht trat sie gegen zwei Uhr den Heimweg an. Nichtsahnend verließ sie am Bahnhof Ehrenfeld die Bahn, wo sie auf eine Gruppe Jugendlicher traf, die sogleich begann sie zu bepöbeln und sexistisch zu beschimpfen. Damit nicht genug: Ein Jugendlicher kam auf sie zu und schlug ihr unvermittelt ins Gesicht. Ein weiterer Jugendlicher trat hinzu und drosch weiter auf sie ein. Nur mit letzter Kraft konnte sie sich in eine Kneipe retten.

Niemand wollte ihr helfen

Unglaublich: Der Wirt warf sie wieder aus der Kneipe, anstatt ihr zu helfen. Er wolle keinen Ärger haben, so Trovatello. Auch auf der Straße reagierte niemand auf ihre Hilferufe. So allein gelassen konnte sie froh sein, dass sie sich in einen Kiosk flüchten konnte, von wo aus sie die Polizei rufen konnte.

"Menschenverachtung - alles schon mal da gewesen! Igitt"

Alica Trovatello hat kaum Zeit gehabt, um zu realisieren, was die Vorfälle in dieser Nacht in ihr ausgelöst haben, da nutzen rechtspopulistische Gruppierungen den Vorfall bereits für ihre Zwecke. Höhnisch tönt Pro-NRW-Vize Dominik Roeseler: „Für das Mädchen tut es mir leid. Allerdings hat es bei dem Vater die richtige getroffen. Wer gegen HoGeSa, PEGIDA, AFD und PRO NRW hetzt und demonstriert, dem kann ein bisschen Realität nicht schaden.“.

Als ob das nicht reichen würde, teilte er gleich danach noch einen Post aus dem "Kölner Stadtanzeiger", der über seinen Hohn berichtete und forderte stolz dazu auf seinen Post zu teilen. Etliche facebook-User protestierten gegen so viel Menschenhass und kommentierten unter seinem Post: "Menschenverachtung - alles schon mal da gewesen! Igitt" heißt es da etwa, oder "Können Sie eigentlich noch in den Spiegel schauen?" neben etlichen unflätigen Kommentaren.

Wir von GALA verurteilen jegliche Gewalt, egal ob physisch oder verbal, und wünschen Alica Trovatello eine gute Besserung!