Jennifer Braun, Lena Meyer-Landrut
© ProSieben Jennifer Braun, Lena Meyer-Landrut

Unser Star für Oslo Hier geben die Mädels den Ton an

Das Finalpaar für Stefan Raabs Casting-Show "Unser Star für Oslo" steht fest. Lena Meyer-Landrut und Jennifer Braun werden um das Ticket zum "Eurovision Song Contest" wettsingen

Beim "Eurovision Song Contest" in Oslo am 29. Mai wird Deutschland auf jeden Fall von einer Frau vertreten, so viel steht fest. Im gestrigen (9. März) Halbfinale traten drei Frauen und ein Mann an, zwei Frauen gewannen. Und ausgerechnet die Küken der Runde: Lena Mayer-Landrut und Jennifer Braun sind beide erst 18 Jahre alt. Aber stimmgewaltig wie zwei ganz Große.

Zwei Gesangsrunden mussten die Kandidaten diesmal drehen - nach der ersten musste sich Kerstin Freking aka die blonde Elfe ( mit "Hands Clean" von Alanis Morissette) verabschieden, in der zweiten Runde erwischte es dann auch Christian "Dursti" Durstewitz ("I'm Yours", Jason Mraz/"In Your Hands", Charlie Winston) mit dem Songwritertalent.

Alles richtig machte mit ihrer Songauswahl Lena Meyer-Landrut, die schon seit der ersten Sendung mit der Rolle als unheimliche Favoritin klarkommen muss und immer noch erstaunlich locker auf die Bühne geht. Sie sang "Mr. Curiosity" von Jason Mraz, traute sich damit das erste Mal in die Welt des langsamen Songs und triumphierte, sowie "Lovecats" von The Cure. Unglaublich, wie dies zarte Mädchen eine ganze Bühne füllt und aus fremden Songs etwas macht, das wirklich authentisch und eigen klingt. Jennifer Braun setzte mit "Hurt" von Christina Aguilera und "Heavy Cross" von Gossip auf bekanntere Stücke und konnte ihre kräftige Stimme in diesen auch gut ausspielen.

Die Jury des Viertelfinales: Stefan Raab, Barbara Schöneberger und Jan Delay entscheiden über das weiterkommen der Kandidaten.
© ProSiebenDie Jury: Stefan Raab, Barbara Schöneberger und Jan Delay entscheiden über das Weiterkommen der Kandidaten.

In der Jury des Halbfinales waren Moderatorin und Sängerin Barbara Schöneberger ("Du bist 18. Ich bin doppelt so alt. Wo soll denn das noch hinführen ...") und Hiphopper Jan Delay (der er nicht so schön fand, wenn beim Singen so deutlich intoniert wurde, dass man jedes Wort verstehen kann) zu Gast. Viel Kritik konnten sie aber nicht üben, die vier Kandidaten leisteten sich weder Ausrutscher noch Ausfälle und waren dazu auch noch nett und lustig - richtige Musterschüler. Was toll ist und Raabs unaufgeregte Show deutlich vom Gegenspieler "DSDS" unterscheidet. Andererseits bleibt die Quote dieses Formats weit hinter RTLs Selbstblamage-Bude zurück, was schade ist und das Gefühl hinterlässt, dass die Sendung vielleicht doch ein wenig mehr trommeln müsste, damit Raabs tolle Kandidaten denn auch gehört werden.

Das Finale ist am Freitag (12. März) um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen

cfu