Matthias Schweighöfer
© Getty Images Matthias Schweighöfer

TV-Tipp - Matthias Schweighöfer Das Leben des Marcel Reich-Ranicki

Nach dem grandiosen Erfolg seiner Autobiografie kommt das Leben des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki nun auch ins Fernsehen. Mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle zeigt die ARD am 15. April "Mein Leben"

Der Film zur Autobiografie von Marcel Reich-Ranicki: Am 15. April zeigt die ARD einen Film über das bewegte und bewegende Leben des Literaturkritikers. In der Hauptrolle der Filmbiografie "Mein Leben" ist Matthias Schweighöfer zu sehen.

Der Film hält sich weitestgehend an die von Marcel Reich-Ranicki verfasste Buchvorlage und Biografie über sein Leben. Mit einem entscheidenden Unterschied: Er erzählt lediglich die Jahre bis 1958. Das Leben des Literaturpapstes bietet einfach zu viel Stoff, um es in einem 90-minütigen Fernsehfilm erzählen zu können. Und auch die Beschränkung auf die ersten Jahre war schon keine leichte Aufgabe für den, seit lange in Deutschland tätigen, israelischen Regisseur Dror Zahavi. Denn zwei Geschichten wollen erzählt werden: Zum Einen das schwere Leid der frühen Jahre des Marcel Reich-Ranickis, zum Anderen sein Leben als Literturkritiker. Gelungen ist Zahavi ein Film, der im Zuschauer eine Betroffenheit auslöst: Ein deutscher Film, der deutsche Fragen stellt.

Und von Anfang an war klar: Matthias Schweighöfer soll die Rolle des Marcel Reich-Ranicki übernehmen. So wollte es der WDR, der den Film koproduziert hat, und so kam es dann auch. Der 27-Jährige spielt den jungen Marcel im Alter von 16 bis 24 und dann von 29 bis 38 Jahren. Die Zeit dazwischen (1944 bis 1949) sind ein weißer Fleck im Leben von Marcel Reich-Ranicki . Zu dieser Zeit machte er im polnischen Sicherheitministerium Karriere. Und so dient diese Phase seines Lebens dem Film dazu, einen Rahmen zu bilden, in dem Reich-Ranicki nach seinem Ausschluss aus dem Dienst des Sicherheitsministeriums verhört wird und so immer wieder rückblickende Sequenzen aus dieser Zeit gezeigt werden können.

Für die Dreharbeiten musste sich Matthias Schweighöfer natürlich intensiv mit dem Leben von Marcel Reich-Ranicki beschäftigen und hatte dabei offenbar viel Spaß an der Arbeit: Auf einer Pressekonferenz bekannte er, bei den Reich-Ranickis Eierkuchen essen zu dürfen sei einfach "geil" gewesen.

Dennis Voth

Matthias Schweighöfer und seine Filmpartnerin Katharina Schüttler vor einem plakat des Films "Marcel Reich-Ranicki. Mein Leben"
© Picture AllianceMatthias Schweighöfer und seine Filmpartnerin Katharina Schüttler vor einem Plakat des Films "Mein Leben"