The Subways
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The Subways Volles Risiko Rock

The Subways setzen alles daran, die nächste heiße Britpop-Band zu werden. Das ist nicht ungefährlich

Charlotte Cooper, 22, lebt gefährlich. Denn wenn die zierliche Bassistin der Subways mit ihren Bandkumpels Billy, 23, und Josh, 21, auf der Bühne steht, besteht hohe Verletzungsgefahr. Entweder fällt ihr ein Schlagzeugteil auf den Fuß, weil Drummer Josh am Schluss des Auftritts gern sein Kit zerlegt, Sänger Billy knallt ihr mal wieder aus Versehen seine Gitarre an den Kopf oder sie knickt bei ihren Luftsprüngen einfach um.

Zwei der "The Subways": Charlotte Cooper und Billy Lunn
© Wireimage.comZwei der "The Subways": Charlotte Cooper und Billy Lunn

Ein Gig der Truppe aus Hertfordshire erinnert jedenfalls stark an eine Stunt-Show, derart aufgedreht wirbelt das Trio über die Bühne. Mit ihrer Power-Performance und eingängigem Mitsing-Rockpop gilt die Band als nächstes heißes Ding. 2006 nahm das Modelabel Hugo Boss das Stück "Oh Yeah" für einen Werbespot. Jetzt, drei Jahre nach der Debüt-LP "Young For Eternity", kommt mit "All Or Nothing" der famose Nachfolger heraus. Darauf erfinden die Subways das Genre nicht neu, aber ihre frische Art macht Spaß - auch den etablierten Musik-VIPs.

Mit den Oasis- Brüdern Noel und Liam Gallagher oder Dave Grohl, Ex-Nirvana-Drummer und Kopf der Foo Fighters, sind sie gut befreundet. "Bei einem Festival in England führte von der Bühne eine Rampe ins Publikum. Die dürfe nur Dave benutzen, hieß es ausdrücklich“, erzählt Charlotte, „doch Billy lief natürlich auf die Rampe und sprang ins Publikum." Welch Chuzpe - aber Grohl wurde nicht sauer, sondern stattdessen ein Fan der Band. So ist das eben mit den Subways. Sie riskieren viel, holen sich blaue Flecke, aber am Schluss geht es irgendwie gut aus.