Seuchen-Tatort aus Österreich

Die ganze Wahrheit über die Ebola-Forschung

Nichts für Zartbesaitete: Im "Tatort: Virus" wird ein mit Ebola infizierter Arzt ermordet aufgefunden. Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) haben alle Hände voll zu tun - vor allem mit der panischen Angst vor Ansteckung

Adele Neuhauser, Günter Franzmeier, Harald Krassnitzer

Adele Neuhauser, Günter Franzmeier, Harald Krassnitzer

Es kann wieder losgehen. Mit dem "Tatort: Virus" endet die Sommerpause des ARD-Krimiklassikers. Leider kann einen die Story nicht wirklich mitnehmen, obwohl es um ein so ernstes Thema wie Ebola geht. Das todbringende Virus hat seinen Herd auf dem afrikanischen Kontinent und richtet dort in unregelmäßigen Abständen unvorstellbares Leid an. Das wirft Fragen auf.

"Tatort: Virus" greift ein beklemmdendes Thema auf

Eine drängende Frage wird auch in dem aktuellen Tatort thematisiert: Warum gibt es immer noch keinen Impfstoff gegen Ebola? Die Antwort ist komplex. Im Jahr 1976 gab es den ersten Ebola-Fall im Kongo. Man möchte meinen, dass die Medizin imstande sein sollte in den vergangenen 40 Jahren einen Impfstoff entwickelt zu haben. Das dies nicht geschehen ist, ist für viele ein Indiz dafür, dass es sich für die Pharmaindustrie nicht rechnet, Millionen in die Forschung zu stecken, weil die Abnehmer in den betroffenen afrikanischen Ländern nicht annähernd so solvent sind wie in westlichen Industriesnationen.

Eine Kursänderung

Diese Einschätzung ist nicht von der Hand zu weisen. Doch seit der großen Epidemie von 2014, der allein in Westafrika fast 12.000 Menschen zum Opfer gefallen sind sowie etliche Fälle auch außerhalb des schwarzen Kontinents auftraten, hat ein Umdenken stattgefunden. Von der Industrie entwickelte Impfstoffe und überarbeitete Hygiene-Standards bringen erste Erfolge und haben bereits anfängliche Krisenherde eingedämmt. Trotzdem ist die Gefahr längst nicht gebannt, denn noch ist nicht bekannt, wie und wo das Virus normalerweise überlebt, zudem befinden sich potenzielle Risikogebiete in politisch unsicheren Regionen. Die Gesundheitssysteme dort sind meist komplett überlastet und wären einem neuerlichen Ausbruch wohl schutzlos ausgeliefert. Was die Suche zudem so schwierig macht: Das Ebola-Virus wurde noch nie bei einem anderen Lebewesen als dem Menschen nachgewiesen.

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