Bundesvision Song Contest
© Getty Bundesvision Song Contest

Songcontest Die Sieger kommen aus Brandenburg

Stefan Raabs "Bundesvision Song Contest 2008" hat mit "Subway to Sally" eine Siegerband, mit der wenige gerechnet hatten

Das spannendste Finale in der vierjährigen Geschichte des "Bundesvision Song Contest" endete Donnerstag Abend mit einem Sieg der brandenburgischen Mittelalter-Rockband "Subway to Sally" mit ihrem Lied "Auf Kiel". Erst nach der letzten Stimmenabgabe und mit nur einem Punkt Abstand zum Zweitplatzierten, Sänger Clueso aus Thüringen und dem Song "Keinen Zentimeter", konnten die sieben Brandenburger jubeln. "Da sieht man: Es sind nicht immer die Favoriten, die das Rennen machen müssen", sagte Entertainer und Moderator Stefan Raab, der diesen Grand Prix der Bundesländer 2005 als moderne deutsche Version des Eurovision Song Contests initiert hatte. Nach Angaben von Pro7 verfolgten 1,58 Millionen Zuschauer die Show und die 16 mehr oder weniger bekannten musikalischen Konkurrenten.

Kommerziell erfolgreichere Acts wie die "Sportfreunde Stiller", die für Bayern antraten, oder die Berliner In-Band "Culcha Candela" konnten sich nur im Mittelfeld platzieren. Auch der dritte Platz ging gen Osten: Die Goth-Rock-Band "Down Below" aus Sachsen-Anhalt begeisterte mit einem liebevoll inszenierten Auftritt und ihrem ersten deutschen Song "Sand in meiner Hand" die Anrufer. Dass fantasievolle Dunkel-Rocksongs wie die von "Subway to Sally" oder "Down Below" inzwischen siegestauglich sind, ist allerdings keine Überraschung mehr, wenn das Ergebnis des letzten Jahres zum Vergleich herangezogen wird. Damals ging - fast spiegelbildlich - Platz 1 an die Gothic-Rocker "Oomph!" und Platz 3 an die Mittelalterrocker von "In Extremo".

Die Siegerband: Subway to Sally für das Bundesland Brandenburg
© PRDie Siegerband: Subway to Sally für das Bundesland Brandenburg