Rosenstolz
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Rosenstolz "Streiten? Niemals!"

Harmonie zahlt sich aus: Rosenstolz sind mega-erfolgreich - und noch immer neugierig. Im Interview plaudern die beiden über das Musikerleben

Sie haben in Deutschland

mehr CDs verkauft als Robbie Williams und Madonna zusammen; ihre vor Kurzem erschienene Single "Gib mir Sonne" schaffte es sofort auf Platz 1 der Charts. Jetzt legen Rosenstolz nach - mit einem weiteren Album und einer Live-Tour, die am 7. November in Berlin startet.

Gala: Ihr Album heißt "Die Suche geht weiter" - wonach suchen Sie?

Peter Plate: Entscheidend ist, dass man überhaupt sucht. Schlimm wird es dann, wenn man nicht mehr neugierig aufs Leben ist.

Gala: Und was haben Sie bereits gefunden?

Peter Plate: Ich lebe schon seit 19 Jahren in einer tollen Beziehung, dafür bin ich sehr dankbar. Trotzdem bleiben Krisen natürlich nicht aus, oder neue Abschnitte kündigen sich an. Das ist nicht immer leicht - aber so bleibt es wenigstens aufregend.
AnNa R.: Ich bin verheiratet und finde es tatsächlich immer noch super (lacht).

"99 Prozent unserer Lieder schreiben wir selbst. Das unterscheidet uns von vielen anderen"
© Getty Images"99 Prozent unserer Lieder schreiben wir selbst. Das unterscheidet uns von vielen anderen"

Gala: Auch Ihrer beider Beziehung ähnelt fast schon einer Ehe. Wobei fetzen Sie sich so richtig?

AnNa R.: Bei gar nichts. Wir streiten uns nie, ehrlich.
Peter Plate: Tatsächlich freue ich mich immer, wenn ich Anna sehe.

Gala: Wussten Sie von Anfang an, dass diese Kombination Erfolg haben wird?

AnNa R.: Das war nicht so sensationell, wie man sich das im Nachhinein vorstellt. Wir haben uns getroffen, weil Peter eine Sängerin gesucht hat und ich jemanden, der Klavier spielt. Wir haben nicht lange nachgedacht, sondern Rosenstolz einfach gegründet.

Gala: Was waren die schlimmsten Jobs, mit denen Sie sich früher finanziert haben?

AnNa R.: In einer Großküche habe ich den Fußboden geschrubbt und Essensreste vom Fließband gekratzt. Das war ziemlich eklig. Und körperlich sehr anstrengend.
Peter Plate: Ich habe fünf Monate in einer Siebdruckerei gejobbt. Und das, wo ich technisch doch überhaupt nicht begabt bin.

Gala: Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Was ist der größte Luxus, den Sie sich heute leisten?

Peter Plate: Unser eigenes Studio. Außerdem lehnen wir Dinge ab, auf die wir keine Lust haben. Das ist einfach klasse.