Nadja Benaissa
© PR Nadja Benaissa

Nadja Benaissa Intime Einblicke und bewegende Geschichten

"Alles wird gut" erzählt die bewegende Geschichte von Ex-"No Angel" Nadja Benaissa - ihre turbulente Vergangenheit, ihre dunkelsten Geheimnisse und ihre Zukunftspläne

Ihre Geschichte kennt mittlerweile fast jeder: Über Monate beherrschte Nadja Benaissa die deutschen Boulevardnachrichten. Im Frühjahr 2009, als sie überraschend verhaftet worden war, weil sie angeblich einen Mann mit HIV infiziert hatte. Dann im Sommer 2010, als ihr vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Darmstadt der Prozess gemacht wurde. Nebenbei wurde wie wild in Nadjas Vergangenheit herumgestochert und weitere Details über ihre Drogensucht und ihre Erkrankung bekannt.

"Alles wird gut" von Tinka Dippel und Nadja Benaissa, ca. 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag mit zahlreichen Abbildungen Format 18,5 × 25 cm € 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr 33,50 isbn 978-3-
© PR"Alles wird gut" von Tinka Dippel und Nadja Benaissa, ca. 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag mit zahlreichen Abbildungen Format 18,5 × 25 cm € 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr 33,50

Was sollte also eine Biografie von Nadja Benaissa hervorbringen, was nicht sowieso schon alle Welt wusste? Die Autorin Tinka Dippel hat sich dem Thema angenommen. Das Ergebnis: Eine Geschichte, die dem Leser eine andere Seite von Nadja Benaissa aufzeigt, ihre Verletzlichkeit und auch ihre dunkelsten Geheimnisse.

Leben in einer Traumwelt
So erfahren wir in der am 27. September veröffentlichten Biografie beispielsweise, wie Nadja in ihrem Leben immer wieder der Realität zu entfliehen versuchte. "Ich habe mich verrannt, in melancholische Welten, habe stundenlang meine Tracy Chapman gehört und vor mich hin gedacht. Ich hab Gedichte geschrieben, Tagebuch geschrieben, das war alles ein Ausdruck meiner Persönlichkeit. Aber das kam bei den meisten Leuten nicht so gut an", wird Nadja in dem Buch zitiert. Zu dieser Zeit war sie erst zwölf, stand jedoch schon im großen Konflikt mit sich selbst und der Außenwelt. Vor allem, dass sie schon viel früher als andere Mädchen in die Pubertät kam konnte sie nur schwer verarbeiten, hasste ihren Körper.

Nadja Benaissa im August 2010: Die Sängerin muss sich vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Darmstadt verantworten.
© Getty ImagesNadja Benaissa im August 2010: Die Sängerin muss sich vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Darmstadt verantworten.

Die Flucht in die Fiktion half ihr, auch später als sie mit den "No Angels" auf Tour war und unter dem großen Stress litt. "Man braucht Rückzugsphasen, um sich auch mal menschlich zu entwickeln, aber mitten im Trubel hat man die nicht. Da habe ich Wege gesucht, in eine andere Welt zu flüchten, immer Discman, immer Buch, das war schon fast krankhaft: den Kopf ins Buch stecken und abschalten, bis zu 800 Seiten am Tag habe ich gelesen."

Die HIV-Diagnose
In einer Traumwelt habe sie gelebt. In einer Traumwelt, in der sie auch immer hoffte, die Information über ihre HIV-Infektion würde nie nach außen dringen. Der Traum zerbrach 2009 und riß ihr den Boden noch einmal so unter den Füßen weg, wie schon rund zehn Jahre zuvor, als sie von ihrer Krankheit erfahren hatte. Damals lag sie mit einem Abzess im Krankenhaus, als ein wütender Arzt mitten in der Nacht bei ihrer Mutter anrief. Warum sie ihm das nicht gesagt habe, schreit er ins Telefon. "Als sie nachfragt, was er meint, sagt er: "Dass ihre Tochter Aids hat." Er sagt Aids, nicht, dass sie HIV-positiv ist. Und ihre Mutter fleht ihn an, das ihrer Tochter erst zu sagen, wenn sie dabei ist." Damals sagten die Ärzte Nadja, sie habe nur noch acht Jahre zu leben.

Heute, zehn Jahre später, ist Nadja zum Glück noch da und blickt in die Zukunft. "Alles wird gut" heißt die Biografie. Und das wird es auch, da ist sich Nadja sicher und schmiedet Pläne. Welche, das können sie - neben vielen anderen mitreißenden Geschichten - in ihrer Biografie nachlesen.

rbr