Michael Mittermeier
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Michael Mittermeier Was ist eine Rampensau?

Michael Mittermeier im Interview, das kann ja was werden. Anlässlich seiner neuen Comedy-Show plauderte der Entertainer aus dem Nähkästchen

Am 9. Dezember ist es

soweit: Pro7 strahlt den zweiten Teil von Michael Mittermeiers Comedy-Programm "Safari" aus. Dabei begibt sich der 42-Jährige wie gewohnt auf lustiges Terrain und plaudert aus dem Nähkästchen seines Komiker-Lebens. Zu diesem gab er jüngst dem Online-Dienst "News.de" Auskunft.

Bei seinen Auftritten ist Michael Mittermeier mit vollem Körpereinsatz dabei
© Getty ImagesBei seinen Auftritten ist Michael Mittermeier mit vollem Körpereinsatz dabei

News.de: Sie haben für sich den Begriff Rampensau geprägt. Was ist eine Rampensau?

Mittermeier: Rampensau soll nicht heißen, dass ich mich unbedingt ins Scheinwerferlicht drängen muss. Aber wenn ich dann auf der Bühne stehe, gibt es nichts und niemanden, der mir etwas anhaben kann. Dieses Gefühl brauchst du als Comedian. Wenn du in New York nachts um vier vor besoffenen Marines Witze über George Bush machst, musst du schon eine Rampensau sein.

Sie sind ja auch zwei Stunden lang in Bewegung und müssen das auch noch mit ausdrucksstarkem Sprechen verbinden. Dabei merkt jeder Jogger, dass das nicht einfach ist. Wie hält sich eine Rampensau fit?

Das stimmt, ich spiele sehr körperlich. Leider komme ich nicht mehr dazu, regelmäßig Sport zu machen, seit ich ein Kind habe (Michaels Tochter Lilly Magdalena wird im Januar ein Jahr alt). Ich würde sehr gerne mehr schwimmen und walken.

Früher war ich ein guter Schwimmer. In der Schule bin ich über 400 m Kraul immer an den Leistungskurslern vorbei gezogen. Heute mache ich nur noch Übungen für meinen Rücken, das war's. Ansonsten ist die Bühne mein Training. Ich mache das seit 21 Jahren, jeder Auftritt ist Übung.

Okay, und wenn Sie wirklich für längere Zeit abschalten wollen - wo würden Sie hingehen?

In die USA, New York. Dort war ich bereits 2003 für ein halbes Jahr, habe dort eine Kreativpause gemacht. Ich mag die Stadt. New York ist wie ein Speedkloster – es gibt Input an jeder Ecke. Aber das lasse ich auf mich zukommen. Nächstes Jahr schreibe ich erst wieder einmal ein Buch. Einen Arbeitstitel gibt es schon, aber der wird nicht verraten.