Mark Forster bei "Sing meinen Song"

"Davor habe ich am meisten Angst"

Mark Forster ist einer der neuen "Sing meinen Song"-Kandidaten. Im GALA-Interview spricht der Sänger ganz offen über seine Ängste

Mark Forster

Morgen (23.05.) startet endlich die vierte Staffel von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert". Mit dabei ist auch , dessen Songs gleich am ersten Abend der neuen Staffel zum Besten gegeben werden. Während sich "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß der Hit-Single "Au revoir" annimmt, versucht sich an "Flüsterton". Gentleman interpretiert "Ich trink auf dich", "Natalie", The BossHoss "Flash mich" und "Oh Love". Was Mark an diesem besonderen Abend gefühlt hat und was er Spezielles für die Jungs von The BossHoss geplant hat, erzählt er im Interview mit GALA.

Welcher der anderen Künstler stellte für dich die größte Herausforderung da?

Zum einen Gentleman, weil ich so ein großer Fan von ihm war. Ich wollte, dass es ihm gefällt und ihm gerecht wird… Außerdem war es eine große Herausforderung, sich durch das komplette Werk der Kelly Family durchzuhören. Aber ich habe durchaus coole Sachen für mich entdecken können (schmunzelt).

Du singst sonst auf Deutsch. War es problematisch für dich, jetzt auf Englisch zu singen?

Ich glaube, andersrum ist es schwieriger. Ich bin es gewohnt, auf Deutsch und somit ohne eine Maske oder ohne einen Filter zu singen.

Also waren „The BossHoss“ kein Problem für dich?

Der Vorteil ist, auf Englisch kann man dafür mehr glänzen, weil die Sprache besser klingt. Deswegen war das für mich kein Problem, sondern hat mir eigentlich Spaß gebracht. Apropos BossHoss: Meine Aufgabe ist es jetzt, den Jungs den Literatur-Nobelpreis zu besorgen. Damit die Leute erkennen, was da eigentlich los ist. Die Texte von „The BossHoss“ werden oft unterschätzt und auf Lassos und Cowboy-Hüte beschränkt. Meine Aufgabe ist es, den Leuten begreiflich zu machen, was dahinter steckt. Ich sag mal, spätestens 2025 haben sie den Literatur-Nobelpreis.

Aha…

Ein Scherz. Aber ich werde die Texte von „The BossHoss“ dem Zuhörer ein bisschen näher bringen. Als ich mich mit denen beschäftigt habe, ist mir wirklich so eine zweite Ebene aufgefallen. Die Jungs meinen das ernst und fühlen diese Texte richtig.

Und die andere Situation: Dass so berühmte Kollegen deine Songs interpretieren – wie hast du dich dabei gefühlt?

Total komisch. Am meisten Angst hatte ich auch tatsächlich vor meinem Abend, also wenn meine Songs gesungen werden.

Warum?

Weil man dann so sehr im Mittelpunkt steht. Klar, mein Beruf hat ein bisschen was damit zu tun, im Mittelpunkt zu stehen.

Ein bisschen, ja.

Aber es ist eine andere Situation. Wenn man plötzlich auf der Couch zwischen so tollen und berühmten Leuten sitzt und die singen auf einmal deine Lieder, da hatte ich schon Schiss. Ich habe leider das Problem, dass, wenn mir etwas unangenehm ist, mir dann warm wird. Und wenn man dann noch eine Brille trägt, beschlägt die leider. Ich sage nur so viel: Meine Brille war an diesem Abend oft beschlagen.

Wer hat dich am meisten überrascht?

Ich war grundsätzlich von der Song-Auswahl sehr überrascht. Es wurden eher Songs ausgewählt, die keine Radio-Hits waren. Stattdessen wurden welche gewählt, die mir ganz viel bedeuten und sehr in die Tiefe gehen. Das hat mich mega gefreut. Wenn du einem 16-jährigen Mark Forster erzählt hättest, dass Moses Pelham mal eins seiner Lieder singt, der hätte ne Party gefeiert.

Apropos Tauschkonzert: Was hast du als Kind getauscht? Aufkleber? Sammelkarten? Autos? Murmeln?

Ich bin ein großer Fußballfan, also Panini-Bilder zur WM 1990 waren bei mir ziemlich groß. Mitte der 1990er Jahre waren dann Basketball-Karten ziemlich angesagt und in der Grundschule hatte ich ein Stickeralbum mit so Plüsch-Stickern.

In der letzten Staffel von „The Voice Kids“ hast du ein bisschen mit Tochter Larissa geflirtet. Wie viel davon war Ernst, wie viel nur Show?

Das war natürlich von mir ein mieser kleiner Plan, um vom Team Larissa abzulenken. Ich sag mal so: Die beiden haben gewonnen. Das nächste Mal pirsche ich also an Nena ran.

Du bleibst also in der Jury dabei?

Oh, das ist immer ein großes Staatsgeheimnis. Wenn ich dazu jetzt irgendwas sage, würde ein Loch in der Matrix entstehen.

Du gehst ab November wieder auf Tour. Auf deiner Seite steht, es wird "größer, geiler und verrückter". Das musst du jetzt näher erklären!

Jeder, der schon mal auf einem Konzert von mir war, der weiß, dass da immer etwas Besonderes passiert.

Ja, aber was denn? Raus mit der Sprache!

Ich sag mal: Jeder, der auf Riesen-Luftballons steht, der sollte mal bei mir vorbeikommen…

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