Mads Mikkelsen
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Mads Mikkelsen Der wahre König von Dänemark

Hollywood ruft, aber er hört nicht hin: Skandinaviens begehrtester Star Mads Mikkelsen ist eigenwillig

Dem armen Kerl ist speiübel. Der absolut falsche Moment für ei­ne solche Unpässlichkeit. Um drei Uhr nachts fiel in Berlin die letz­te Klappe zum Thriller "Die Tür" mit Jessica Schwarz, tagsüber folgten Interviews zu seinem aktuellen Film "Tage des Zorns", und für den Abend steht die Abschluss­party mit dem "Tür"-Team an. "Na toll, für mich gibt's dann wohl nur Cola", grummelt Mads Mikkelsen und nippt tapfer an seinem Kamillentee. Er hat sich zum GALA-Interview verspätet. Allerdings nicht, weil ihm so schlecht ist, sondern weil er für die Filmkinder noch schnell ein paar Comic-Hefte besorgen wollte. Sein Abschiedsgeschenk.

Das ist Dänemarks sympathischer Superstar Mads Mikkelsen. Außerhalb Skandinaviens war sein Name (richtig ausgesprochen: Mess Meggelsen) noch vor zwei Jahren kaum ein Begriff. Das änderte sich schlag­artig, nachdem er sein schönstes Pokerface auf­gesetzt hatte: als Daniel Craigs Gegenspieler Le Chiffre im letzten Bond-Film "Casino Royale". Nun hat also auch der Rest der Welt den 42-Jährigen entdeckt.

Mikkelsen war und ist das Aushängeschild der kleinen Kino-Nation Dänemark, die vor zehn Jahren mit den sogenannten Dogma-Filmen - überzeugende Geschichten, kein techni­scher Schnickschnack - international Furore machte. Er selbst war als Schau­spie­ler ein Spät­zünder. Vor seiner Filmkar­riere arbeitete Mads acht Jahre als Profitänzer in Musicals wie "Chorus Line" oder "West Side Story". Zu der Zeit lernte er auch seine Frau kennen, die Cho­reo­grafin Hanne Jacobsen. Seit 1987 sind sie ein Paar, geheiratet haben sie aber erst vor sieben Jahren. "Ich bin kein großer Romanti­ker", wiegelt Mads ab.

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