Kinotipp "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen"

Eine unsterbliche Liebe, unverbrauchte Jungdarsteller und eine Unmenge Kitsch: "Twilight - Biss zum Morgengrauen" ist leider nicht nur Kinovergnügen

Story:

Als Bella (Kristen Stewart) zu ihrem Vater zieht, fühlt sie sich in der neuen Schule erstmal unwohl. Sie gewöhnt sich nur schwer ein und vermisst in der Kälte von Forks/Washington die Sonne Arizonas. Bellas Laune ändert sich schlagartig, als sie Edward Cullen (Robert Pattinson) erblickt. Die 17-Jährige verliebt sich augenblicklich. Zunächst stößt Edward sie zurück, betont, kein guter Einfluss zu sein. Wie Recht er damit hat! Edwards gesamte Familie besteht aus Vampiren und das Verhältnis zwischen Mensch und Vampir ist bekanntermaßen von verschiedenen Schwierigkeiten geprägt. Trotz dieser Widerstände werden die beiden ein Paar. Aber als plötzlich eine fremde Vampirgruppe auftaucht, die nach Bellas Blut trachtet, sieht die sich den übermächtigen Kräften der Untoten ausgeliefert. Retten können Bella jetzt nur noch Edward und seine Familie.

Stars:

Robert Pattinson löst in Amerika derzeit einen Menschenauflauf auf, wo auch immer er auftaucht. Bekannt geworden als "Cedric Diggory" in den "Harry Potter"-Teilen vier und fünf, kann er als High-School-Schwarm mit Wuschelhaar wieder überzeugen. Kristen Stewart war 2008 gleich mit drei Filmen auf der großen Leinwand zu vertreten. Ihr gelingt der Spagat zwischen dem total verliebten und trotzdem abgeklärten Teenager in "Bis(s) zum Morgengrauen" leider nicht überzeugend.

Fazit:

Dass die Verfilmung von Stephenie Meyers Bestseller "Bis(s) zum Morgengrauen" kitschig werden würde, sollte nach Lektüre des Jugendbuches klar gewesen sein. Das solche Filme durchaus ihren Reiz haben können, zeigen Beispiele wie "Pretty Woman" und "My Girl". Doch die fantastische Geschichte zwischen Edward und Bella wirkt auf der Leinwand nicht, die Dialoge scheinen hölzern, die Annäherungsversuche peinlich. Statt Wohlfühlschauern macht sich zeitweise Fremdschäm-Gänsehaut auf dem Rücken der Kinobesucher breit. Positiv hervorzuheben sind allerdings die Spezialeffekte, die zwar nicht neu sind, aber wenigstens gut aussehen. Außerdem die durch Blaufilter erzeugte kalte Atmosphäre des Films, die ihn zumindest optisch ins rechte Licht rückt. Kristen Stewart (nebenbei bemerkt: Selbst für Hollywood-Verhältnisse sind die weiblichen Darsteller durch die Bank unschön mager) überzeugt kaum und allein das durchaus vorhandene Charisma von Robert Pattinson kann den Film dann leider auch nicht mehr retten. Schade!

"Twilight" - Der Trailer

Video