Kinotipp "Transformers - Die Rache"

Lauter, teurer, actiongeladener: "Transformers - Die Rache" gönnt Shia LaBeouf, Megan Fox und dem Kinopublikum keine Verschaufpause

Story:

Explosionen, Feuer, dröhnende Motoren: Der Krieg zwischen Decepticons und Autobots ist auch in "Transformers - Die Rache" (im Original "Revenge of the Fallen") weiter in vollem Gange. Zum Auftakt seiner zweieinhalbstündigen Materialschlacht lässt Regisseur Michael Bay halb Shanghai von seinen Robotern in Schutt und Asche legen. Motorräder, Rennwagen und Sattelschlepper verwandeln sich dabei derart rasant in intelligente Maschinen, dass dem Zuschauer bereits in den ersten zehn Minuten des Films Hören und Sehen vergeht.

Sam Witwicky (Shia LaBeouf) plant derweil ein ganz normales Leben als Collegestudent und wird dort vom ersten Tag an von der mysteriösen Alice (Isabel Lucas) umgarnt. Er ahnt weder, dass es sich bei der lüsternen Blondine um einen getarnten Decepticon handelt, noch dass sich in seinem Hirn das Geheimnis des im ersten "Transformers"-Teil zerstörten Kristalls "Allspark" einprogrammiert hat: Sam trägt Koordinaten in sich, die eine actiongeladene Verfolgungsjagd in Gang setzen, die ihn, seine Freundin Mikaela (Megan Fox), die Autobots sowie ein ganzes Geschwader von Decepticons aus dem All zu den ägyptischen Pyramiden führt.

Gut und Böse sind auf der Jagd nach einem magischen Heiligtum, das die Macht besitzt, den zerstörten Autobot-Anführer Optimus Prime wieder zum Leben zu erwecken, das aber in den falschen Händen der Erde für immer den Garaus machen kann ...

Star-Feature:

"Transformers - Die Rache" versucht in jeder Hinsicht, seinen Vorgängerfilm zu übertreffen: Das gilt auch in Hinblick auf die weibliche Besetzung. Brachte in "Transformers" noch Megan Fox allein das Blut in den Köpfen der Männer zum Rauschen, so steht ihr nun mit Isabel Lucas eine nicht minder volllippig-makellose Widersacherin gegenüber.

Die ebenso aufregende wie gegensätzliche Erscheinung der beiden Hollywoodbeauties kommt nicht von ungefähr: Während in Megans Adern französisches, irisches und indianisches Blut fließt, stammt die Mutter der blonden Isabel aus der Schweiz. Sie selbst wurde in Australien geboren und nutze dort die Kult-Soap "Home and Away" als Karrieresprungbrett: Zwischen 2005 und 2006 war sie in 57 Episoden der Serie zu sehen, die bereits Stars wie Isla Fisher und Heath Ledger den Weg nach Hollywood ebnete.

Noch ist die 23-jährige Megan Fox ihrer unwesentlich älteren Kollegin allerdings um mehr als eine Nasenlänge voraus: Gerade wurde sie vom Männermagazin "FHM" zur heißesten Frau der Welt gewählt - zum zweiten Mal in Folge! Und auf der Karriereleiter nimmt sie derzeit zwei Stufen auf einmal. In ihrem nächste Projekt "Jonah Hex" wird Megan an der Seite von John Malkovich und Josh Brolin spielen.

Doch auch Isabel Lucas will hoch hinaus: Gerade hat sie "Daybreakers" abgedreht, einen futuristischen Vampirhorrorstreifen, in dem auch Ethan Hawke und Willem Dafoe zu sehen sind.

Eine große Gemeinsamkeit haben die aufstrebenden Konkurrentinnen übrigens : Beide sind erklärte Fans ihres "Transformers"-Kollegen Shia LaBeouf. "Er ist der witzigste und attraktivste Typ, den ich kenne", so Megan. Und auch Isabell verbringt ihre Freizeit gern mit dem smarten Star - Abenteuer inbegriffen: 2008 saß sie in Shias Wagen, als der in einen Unfall verwickelt wurde, kam aber zum Glück mit ein paar Kratzern davon.

Fazit:

Michael Bay wollte mit "Transformers - Die Rache" einen Film der Superlative schaffen, hat dabei aber leider aus den Augen verloren, dass weniger manchmal mehr ist. Die Kampf- und Verwandlungsszenen der Roboter reihen sich so häufig und langatmig aneinander, dass der Zuschauer im Laufe des Films zwangsläufig abstumpfen muss.

Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Mikaela soll die Leinwand zwischen den Feuer- und Bombengeschwadern zwar romantisch erhellen, stolpert dabei aber leider über die Schwelle zum Kitsch.

"Armageddon", "Pearl Harbour", "Star Wars" - Michael Bay will alles bieten und mutet sich und seinem Publikum dabei leider viel zu viel zu. Eingefleischten Fans von großen Maschinen, bombastischen Spezialeffekten und ebensolchen Frauen sei "Transformers - Die Rache" dennoch ans Herz gelegt.

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