Kinotipp "Shopaholic"

Isla Fisher gibt in "Shopaholic" das hoffnungslos verschuldete Shoppingvictim Rebecca. Liebenswert und chaotisch - eine Paraderolle für die 33-jährige Schauspielerin

Story:


Eines kann Rebecca Bloomwood (Isla Fisher) partout nicht: an einem Schaufenster vorbeigehen, ohne das Opfer ihrer Kauflust zu werden. Magisch wird die New Yorkerin in jede Nobelboutique gezogen, verfällt regelmäßig und exzessiv dem schönen Schein. Nur noch ein Paar Schuhe, ein reduziertes Kleid, einen Schal ... Die Kreditkartenabrechnungen versteckt sie einfach unter ihrer Matratze, doch als ein Kredithai unablässig auf ihrem Telefon anzurufen beginnt, wird Becky von ihrem Problem eingeholt. Gemeinsam mit Mitbewohnerin Suze (Krysten Ritter) killt sie eine Flasche Tequila und zieht Bilanz. Die ernüchternde Erkenntnis: Ein Job muss her und zwar schnell.

Mit dem Traumjob als Modejournalistin beim Edelmagazin "Alette" klappt es zwar nicht, doch durch Zufall gelingt es Rebecca, einen Job bei einem Finanzmagazin im gleichen Haus und mit Luke Brandon (Hugh Dancy) obendrein einen äußerst attraktiven Chef zu ergattern. Bald verfasst die quirlige Fashionista ihre eigene Kolumne als "Girl in the Green Scarf" und kommt dem bodenständigen Luke immer näher ...

Star-Feature:

Süß und ein bisschen verrückt: Die Rolle der Rebecca Bloomwood ist Isla Fisher förmlich auf den Leib geschrieben. Schon in der Vergangenheit überzeugte die Verlobte von "Borat"-Darsteller Sacha Baron Cohen in Romantikkomödien wie "Die Hochzeitscrasher", wo sie an der Seite von Vince Vaughn als sexuell unersättliche Brautjungfer Gloria brillierte. In "Blind Wedding" nahm Fisher als Kellnerin Katie kurzerhand den Heiratsantrag eines wildfremden Gastes (Jason Biggs) an und brannte mit ihm durch - völlig schräg und absolut umwerfend, eben typisch Isla.

Die hat mit ihren 33 Jahren schon so einiges erlebt: Bereits im Alter von 9 Jahren war sie in ihrer australischen Heimat ein TV-Star - sie spielte in "Home & Away", der Soap, die auch den Karrieregrundstein für Naomi Watts und Heath Ledger legte. Ganz nebenbei verfasste Isla einige Jahre später zwei Teenie-Bestsellerromane - wenn sie sich nicht gerade vor ihren vier Brüdern in den Bäumen verstecken musste. Die und ihr leuchtend rotes Haar haben Isla Fisher allerdings zu der starken und selbstbewussten Frau gemacht, die sie heute ist. "Ich habe meine Haarfarbe ausgenutzt, um damit meine schlimmen Temperamentsausbrüche zu rechtfertigen", scherzt Fisher im GALA-Interview.

Produzent Jerry Bruckheimer ist von der Ausstrahlung seines "Shopaholic"-Stars jedenfalls begeistert: "Sie trägt den Film. (...) Isla ist etwas ganz Besonderes, sie ist eine wunderschöne Frau, die keine Angst davor hat, sich selbst zum Narren zu machen." Eine Beschreibung, die ins Schwarze trifft, denn in jeder ihrer bisherigen Rollen sorgte Isla für denkwürdige Szenen: Als Gloria etwa legte sie bei Vince Vaughn unter dem Esstisch Hand an - während des Abendessens im Familienkreis. Und bei einem ekstatischen Tanz mit Filmpartner Hugh Dancy wedelt Isla in "Shopaholic" nun so wild mit ihrem Fächer herum, dass sie Hugh beinahe k.o. schlägt.

Trotz allem bleiben ihre Figuren immer sexy und absolut liebenswert, Isla sei Dank. Sie ist zweifellos die perfekte Besetzung für launige Komödien, nicht nur in Neben- sondern längst auch in Hauptrollen. Ob Isla Fisher sich in Zukunft auch einmal an ernsthafteren Rollen versuchen wird, bleibt abzuwarten - wiedersehen wollen wir den rothaarigen Wirbelwind jedenfalls möglichst bald!

Fazit:

"Shopaholic" ist eine schräge Romantikkomödie mit entsprechend vorhersehbarem Ausgang, aber absolut sehenswerter Besetzung. Neben Isla Fisher begeistern auch Hugh Dancy, Krysten Ritter und Krystin Scott Thomas als französische Chefredakteurin Alette Naylor. Ein echtes Muss für Fans von "Sex and the City" und "Der Teufel trägt Prada".

Trailer zu "Shopaholic":

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