Ben Barnes in "Prinz Kaspian von Narnia"
© Disney Ben Barnes in "Prinz Kaspian von Narnia"

Kinotipp "Prinz Kaspian von Narnia"

Narnia in Not: Ein böser Onkel bringt den stolzen Prinz Kaspian (Newcomer Ben Barnes) um den Thron. Vier Londoner Teenager eilen zur Hilfe und erleben Abenteuer, Kampf und auch ein bisschen Liebe

Story:

"Familie Pevensie, wir haben ein Problem!" Prinz Kaspian (Ben Barnes) bläst ins Horn und der Hilferuf aus Narnia erreicht die Geschwister-Truppe Pevensie in der Londoner U-Bahn. Sind die vier eben noch mit den Widrigkeiten des englischen Teenager-Daseins konfrontiert, tut sich im nächsten Moment die Tunnelwand auf und Narnia öffnet seine Türen. Nächste Station Weltenrettung: Raus aus der kratzenden Schuluniform, rein ins Abenteuer - die Geschwister sind begeistert!

Zuflucht in den Wäldern: Prinz Kaspian
© DisneyZuflucht in den Wäldern: Prinz Kaspian

In Narnia erwartet sie Gewalt, Zerstörung und Unterdrückung. Ein Jahr ist vergangen, seit Peter (William Moseley), Edmund (Skandar Keynes), Susan (Anna Popplewell) und Lucy (Georgie Henley) im ersten Narnia-Film "Der König von Narnia" das Land aus dem eiskalten Griff der weißen Hexe befreiten. Nun regiert erneut das Böse. Was die vier anfangs noch nicht wissen: In der Zeitrechnung Narnias sind seit ihrem letzten Besuch 1300 Jahre vergangen und von der damaligen Harmonie zeugen lediglich Ruinen. Das goldene Zeitalter Narnias ist vorbei, König Aslan ward schon seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen und die fabelhafte Welt der Faune, Zentauren und sprechenden Mäuse lebt ohne Würde und gerade so geduldet unter der Schreckensherrschaft der Telmarer und des Königs Miraz (Sergio Castellito). Dessen Krone sollte eigentlich Prinz Kaspian tragen - der wurde allerdings in Narnias verwunschene Wälder vertrieben. In denen regiert die Angst und selbst die Natur ist verstummt.

Narnia ist innerlich zerrissen, die Bevölkerung hat ihren Glauben an Besserung verloren. Gut, dass Kaspian bei der Rettung des Landes auf die Hilfe der Familie Pevensie hoffen kann. Und wer weiß, vielleicht läst sich ja auch der olle Aslan wieder blicken? Der Kampf von Gut gegen Böse kann beginnen und am Ende lernt auch Susan: Die wahre Liebe trifft man nicht im Märchen, sondern in der U-Bahn.

Hingucker:

Der Titel deutet es an. "Prinz Kaspian von Narnia" hat zwei Stars: die Kulisse und Ben Barnes. Die atemberaubenden Landschaften Neuseelands kennt man ja bereits aus der "Herr der Ringe"-Trilogie, der 26-jährige Prinz-Kaspian-Darsteller hingegen ist neu im Kino. Bisher machte der Engländer lieber Theater als Film, was sich nach seinem Prinzen-Engagement allerdings ändern dürfte. Zu schön glänzt seine rot-braune Haarpracht, zu heiß sind seine schmachtenden Blicke und zu putzig klingt sein antrainierter spanischer Akzent. Bens Wirken in der Anonymität der Londoner Theater-Szene dürfte nach "Narnia" Vergangenheit sein. Hollywoods Interesse ist geweckt, zuletzt drehte Ben Barnes an der Seite von Jessica Biel.

Hintergrund:

Sagenhafte 480 Millionen Euro hat der erste Teil "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" weltweit eingespielt und gehört somit zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Um den zweiten Teil für einen ähnlichen Erfolg fit zu machen, scheute Disney keine Mühen und Kosten. Noch mehr Schlachten, noch mehr Effekte und noch mehr kreative Kreaturen. Gedreht wurde das Fantasy-Spektakel in Neuseeland, Tschechien, Slowenien und Polen. 70 Crewmitglieder kümmerten sich allein um die aufwändigen Kostüme (insgesamt wurden 850.000 Nieten aus Metall verarbeitet) und während der Dreharbeiten wurden rund 200.000 Mahlzeiten serviert. Hat sich gelohnt: Das Schauspielerensemble spielt wohlgenährt und gutgelaunt auf, die unblutigen Kampfszenen drücken den Zuschauer in den Kinosessel und die wunderschönen Waldaufnahmen animieren zu einem baldigen Besuch im nächstgelegenen Naherholungsgebiet!

Marie Lutz

Trailer: "Prinz Kaspian von Narnia"

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