Mark Wahlberg in "Max Payne"
© Fox Mark Wahlberg in "Max Payne"

Kinotipp Max Payne

Mark Wahlberg gibt in diesem Actionkracher den legendären PC-Spiel-Helden Max Payne - mit weniger Traurigkeit, weniger Film Noir und mehr Effekten als am rechner

Zwei auf Rachemission: Mark Wahlberg spielt Max, MIla Kunis MOna Sax, deren Schwester zu den ersten Opfern gehört
© FoxZwei auf Rachemission: Mark Wahlberg spielt Max, Mila Kunis Mona Sax, deren Schwester zu den ersten Opfern gehört

Story

Max auf ein Bier einladen? Tut man nicht, wird der neue Kollege bei der Polizei gewarnt - das sei ungefähr so, wie pfeifend an einem Friedhof vorbeizugehen. Mehr Respekt für den Mann, der nicht nur seine Frau und sein Baby durch einen grausamen Mord verlor, sondern sein Leben und Lachen gleich mit dazu. Verbissen will der Cop den Killer seiner Familie finden. Und trifft auf eine interessante Fall-Parallele, als seine Partybekanntschaft Natasha Sax tot aufgefunden (und Max für den Hauptverdächtigen gehalten) wird.

So macht Max auch Bekanntschaft mit der stillen, aber schießwütigen Mona Sax, Natashas Schwester, die wiederum ihn als möglichen Mörder im Visier hat. Zusammen kommen beide jedoch einer Verschwörung auf die Spur, die nicht - wie erwartet - nur in der Gosse, sondern auch im glamourösen Establishment wurzelt.

Stars

Mark Wahlberg, früher dafür bekannt, seine Unterwäsche in Rapvideos zu zeigen, hat sich längst zum angesagten Hollywood-Mimen gemausert. Das wurde letztes Jahr sogar mit einer Oscar-Nominierung als Nebendarsteller in "Departed" belohnt. Hier gibt er einen hübschen einsamen Wolf, aber wer seine anderen Filme gesehen hat, weiß: Ein bisschen mehr Mimik hat er schon drauf. Mila Kunis, die "Mona Sax", kennt man als Ashton-Kutcher-Freundin Jackie in der TV-Serie "Die wilden Siebziger". Hier sieht sie gut aus, aber im Gedächtnis bleibt sie auch nicht mehr als in der Teenie-Serie. Ihre Schwester Natasha spielt (kurz und sexy) Olga Kurylenko, das aktuelle Bond-Girl.

Fazit

Achtung, Fans des grandiosen Computerspiels: Die Geschichte im Film ist eine andere. Die Flügelwesen sind nicht ganz so schlimm, wie der Trailer vermuten lässt. Für den Bullet-Time-Effekt, der die Figuren für schicke Schusswechsel langsamer werden lässt, wollte Regisseur John Moore unbedingt etwas eigenes entwickeln - ob die bekannte Technik aus Matrix nicht letztlich besser ausgesehen hätte, bleibt offen. Insgesamt erwartet den Kinogänger ein schnell geschnittener und stellenweise hübsch anzusehender Actionthriller, dem ein bisschen Story-Tiefgang und einiges von der verzweifelten Stimmung des Spiels fehlt.

Trailer zum Film

Video