Brittany Murphy
© PR/ 3L Film Brittany Murphy

Kinotipp "Love and other disasters"

Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommt die romantische Komödie "Love and other disasters" in die Kinos und lädt zum Verlieben ein

Das Leben könnte so einfach und die Liebe so schön sein. Wären da nur nicht immer diese kleinen Probleme, die alles so unglaublich kompliziert machen. Emily Jackson (Brittany Murphy), von allen nur Jacks genannt, ergeht es genauso: Sie führt ein Dasein, von dem viele Menschen nur träumen können: Sie ist Modeassistentin bei der britischen "Vogue", sieht gut aus, hat einen tollen Freund Finlay (Jamie Sives), einen noch liebenswürdigeren schwulen Mitbewohner Peter (Matthew Rhys) und eine sehr verrückte Freundin Felicity (Catherine Tate), mit der es garantiert nie langweilig wird.

Zu schnulzig, zu langweilig, Filmende schon herbeigesehnt? Das sah der Regisseur auch so. Also entpuppt Finlay sich als Lover und Jacks als immer noch auf der Suche nach der einen großen Liebe. Felicity hat ein ernsthaftes Alkohol- und Drogenproblem und schafft es, sich auf den wichtigsten Society-Veranstaltungen völlig daneben zu benehmen. Und auch bei Peter läuft es nicht wirklich rund: Er gerät immer an die falschen, völlig oberflächlichen Männer.

Jacks, selbsternannte Hobby-Beziehungspsychologin, blendet ihre eigenen Probleme aus und nimmt die ihrer Freunde in die Hand: Allen voran will sie Peter verkuppeln, da sie ihrer Meinung nach mit dem besten Sensor für schwule Männer in ganz London ausgestattet ist. Dabei bemerkt sie leider nicht, dass der charmante Argentinier (Santiago Cabrera) sich gar nicht für Peter, sondern vielmehr für sie interessiert. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

"Love and other disasters": Ab 13. März im Kino
© PR/ 3L Film"Love and other disasters": Ab 13. März im Kino

Die Handlung von "Love and other disasters" folgt dem Schema einer Hollywood-Romantik-Komödie. Hier ein bisschen Liebe, dort ein kleiner Witz und am Ende ein herzzerreißendes Happy End. Hört sich langweilig an, ist es aber keinesfalls: Denn anders als in anderen Filmen, spielt Regisseur Alek Kedhishian ("In Bed with Madonna"), der nach zwölf Jahren Leindwandabsenz ins Kino zurückkehrt, genau mit diesem Klischee. Er präsentiert eine Handlung, die durch völlig überspitzt dargestellte Stereotypen, chaotische Gefühlsverwirrungen und schlagfertige Dialoge zum Lachen bringt. Liebe auf den üblichen Umwegen wird hier beschwingt, leicht und mit einem Augenzwinkern dargestellt. Zwar weiß man nach dem Kinobesuch genau, dass dieser Film nicht der Realität entspricht, aber ein wenig Hoffnung auf die große Liebe macht er nichtsdestotrotz.

Stars

Jacks (Brittany Murphy) gleicht - ganz wie ihr Vorbild aus "Breakfast at Tiffanys" - einer modernen Holly Golightly und verkörpert perfekt die typische Heldin einer romatischen Komödie. Einzig die Tatsache, dass sie die ganze Zeit in Unterwäsche oder nackt durch ihre Wohnung rennen muss, nervt ein wenig. Der bislang noch recht unbekannte Matthew Rhys brilliert in der Rolle des schwulen Peter. Es wäre schön, diesen symphatischen, jungen Herren in Zukunft wieder auf der Leinwand entdecken zu können. Ein paar überraschende Gastrollen gibt es auch: So tauchen plötzlich Orlando Bloom und Gwyneth Paltrow in einer Sequenz auf.

Fazit

Der perfekte Film, um 90 Minuten dem realen Leben zu entfliehen und von der wahren Liebe zu träumen.