Ron Perlman als "Hellboy"
© Universal Ron Perlman als "Hellboy"

Kinotipp "Hellboy - die Goldene Armee"

In geisterhaften Traumwelten schwelgen und trotzdem mit einer feuerwehrroten Faust auf den Tisch hauen: Auch im zweiten Abenteuer um Hellboy zeigt Guillermo del Toro wieder, wie man großes Kino macht

Vier gegen die Unterwelt: Johann, Abe, Hellboy und Liz
© UniversalVier gegen die Unterwelt: Johann, Abe, Hellboy und Liz

Story

Wer hat eine Faust wie einen Vorschlaghammer und Herz so groß wie ein Tierasyl voller Katzenbabys? Richtig, Hellboy (Ron Perlman), der Teufelskerl. 2004 durfte der Comic-Held sein erstes Abenteuer auf der Leinwand erleben, damals ging es gegen miese Nazischergen und hin zu ersten Freundschaften. Nun folgt der zweite Streich gegen das Böse.

Der große Rote mit den abgesägten Hörnern ist bei der "Behörde zur Abwehr und Untersuchung paranormaler Erscheinungen" geblieben und genießt zusammen mit seiner feurigen Freundin Liz (Selma Blair) sogar das erste gemeinsame Appartement im unterirdischen Bunker. Einschließlich der Frage: Wer bringt den Müll raus?

An einer anderen Stelle unter der Erde stellt sich dem Elfenprinzen Nuada (Luke Goss) eine ganz ähnliche Frage: Wie werde ich eigentlich die tyrannische, respektlose Menschheit auf diesen Planeten los? Er sammelt fleißig den Familienschmuck, der zusammengesetzt einen Schlüssel ergibt, mit dem er die mystische "Goldene Armee" aus ihrem Jahrtausend-alten Schlaf wecken und zu blutigen Aufräumarbeiten verdonnern könnte. Gefährlich!

Als die erste Gruppe reicher Stadtbewohner von gruseligen kleinen Zahnfeen im Elfenauftrag zernagt wurde, wird der paranormale Spezialtrupp aus Hellboy und seinen Freunden aktiv.

Stars

Ron Perlman und Selma Blair sind als Superhelden erneut vereint - und ein noch tolleres Gespann als im ersten Teil der Saga. Luke Goss gibt bleich geschminkt und sehr athletisch den verdörrten, schlecht gelaunten Legolas-Klon. Und an den großartig skurrilen Kreaturen, mit denen Regisseur Guillermo del Toro seine bunte Welt bevölkert, kann man sich gar nicht sattsehen.

Fazit

Es gibt Regisseure, die ihre Arbeit einfach richtig gut machen. Guillermo del Toro ist einer von ihnen. In schöner Abwechslung dreht er Kunst- ("Pans Labyrinth") und Kassenkino, und schafft es, beide Metiers mit einer altertümliche Magie und einem wilden kreatürlichen Spieltrieb zu verbinden. Wer Popcorn-Kino mit Herz und Verstand mag, wird hier nicht zu kurz kommen. Teil Drei folgt mit Sicherheit, lässt allerdings vermutlich noch einige Jahre auf sich warten. Als nächstes sitzt der Meister nämlich für die zweiteilige Verfilmung von "Der kleine Hobbit" im Regiestuhl.

Trailer zu "Hellboy - die Goldene Armee"

Video