Arrival

Außerirdisch gut gelungen

Mit "Arrival" kommt ein Film ins Kino, der auch im Hinblick auf die Oscars spannend werden könnte. Amy Adams jedenfalls empfiehlt sich mal wieder problemlos für eine Auszeichnung - doch der Film überzeugt noch auf anderer Ebene

"Arrival"

"Arrival"

Ein rätselhaftes Raumschiff landet auf der Erde - was kann das für uns bedeuten? Nicht mehr und nicht weniger groß ist die Frage, die ("Sicario" Film mit dem simplen Titel "Arrival", also "Ankunft", mit und in den Hauptrollen aufwirft. Und am Ende des Artikel haben wir noch eine tolle Verlosung eines Wochenendes an einem ungewöhnlichen Ort für Sie vorbereitet.

Bahnbrechende Filme rund um den Kontakt mit dem All

Es ist nicht der erste beeindruckende Film rund um die Sehnsucht des Menschen zu erfahren, was da draußen im Weltall noch so sein könnte. "Contact", "District 9", "E.T.", "Signs", "Alien" - es gibt eine Vielzahl von Produktionen zum Thema, die Generationen fasziniert haben. "Arrival" könnte eine weitere werden. Das fanden auch die Gäste und Kritiker beim Filmfestival von Venedig im September 2016.

Wer sind wir? Was wollt ihr? Linguistin Louise (Amy Adams) versucht das Gespräch mit den Außerirdischen.

Wer sind wir? Was wollt ihr? Linguistin Louise (Amy Adams) versucht das Gespräch mit den Außerirdischen.

Es geht um Kommunikation

Wir blicken des Linguistin Dr. Louise Banks über die Schulter - sie wird zu Beginn des Films erst von einem Armeeoffizier mit heiserer Stimme auf ein Geheimprojekt verpflichtet, dann mitten in der Nacht von einem Militär-Hubschrauber eingesammelt und an ihren neuen Arbeitsplatz gebracht: Den Ort, an dem ein sehr spacig aussehendes Raumschiff gelandet ist, irgendwo in den Weiten der USA, in Montana. Seitdem ist der Platz ein Militärstützpunkt, an dem höchste Sicherheitsvorkehrungen und geschäftiges Treiben herrschen. Sie weiß ebenso wenig wie wir, was sie dort erwartet. Schnell wird aber klargemacht: Ihr Vorgänger war der Aufgabe offenbar nicht gewachsen.


An ihrer Seite ist ein weiterer Spezialist, der nüchterne Physiker Dr. Ian Conolly, gespielt von Jeremy Renner. Die beiden Experten haben eine Aufgabe: Herausfinden, was die beiden im Raumschiff für kurze Zeiträume anzutreffenden Außerirdischen sagen und was sie wollen. Ein Problem: Die Sprache der beiden erinnert an Walgesänge. Noch ein Problem: Die Zeit drängt. Denn es sind insgesamt zwölf Raumschiffe über den Planeten verteilt gelandet - beispielsweise auch in Russland, China, Pakistan. Nun sollen aus US-Sicht natürlich ausgerechnet diese Länder nicht früher die außerirdischen Geheimnisse erfahren als die heimischen Militärs. Die Spannung steigt also auch auf politischer Ebene - und als erste Ergebnisse kommen, erst recht.

Ob die Kommunikation zwischen Menschen mit dem gleichen grundsätzlichen Sprachverständnis nicht gestörter und schwieriger sein kann als die zwischen völlig unterschiedlichen Spezies ist nur eine der spannenden Fragen, die der Film durch sein Setup letztlich aufwirft.

Doch "Arrival" bleibt nicht auf dieser Politthriller-/ oder Actionebene stehen, sondern behandelt in vielen Rückblenden und Träumen, die wir mit Louise teilen, auch noch eine ganz persönliche Geschichte.

Die Stars

"Arrival" - das offizielle Filmplakat

"Arrival" - das offizielle Filmplakat

Vorneweg: Amy Adams ist ja immer für eine Trophäe gut und in diesem Spätherbst feiern die Kinos offenbar sowieso die Adams-Festspiele, denn sie kommt nicht nur mit "Arrival" ins Kino, sondern auch mit dem schaurig-schönen neuen Tom-Ford-Film "Nocturnal Animals". Wird es diesmal mehr als eine Oscar-Nominierung (wie fünf Mal in den vergangenen zehn Jahren), sondern wirklich mal der große Preis? Man wünscht es ihr! Jeremy Renner macht seine Sache an ihrer Seite erwartbar gut, und die beiden harmonieren hervorragend auf der Leinwand. bringt seinen Army-Colonel hinüber, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte. Und mit Michael Stuhlbarg (zuletzt bei "Dr. Strange" aktiv) als "Agent Halpern" kriegen wir auch erneut einen der aufstrebenden Zweite-Reihe-Darsteller zu Gesicht.

Fazit: "Arrival" überzeugt

Wie "Arrival" uns mit Louise und ihren außerirdischen Gesprächspartnern in eine ganz andere Vorstellung von Zeit, Wissen und Wissensvermittlung eintauchen lässt, das fasziniert weit über das Ende des Films hinaus. Dazu kommen eine herausragende Kameraarbeit mit ruhigen, großzügigen Bildern und ein spannendes Design von Raumschiffäußerem, -innerem und den Wesen aus dem All. Ein lohnender Kinoausflug, nicht nur für SciFi-Fans.

Der Film kommt am 24. November 2016 in die deutschen Kinos.

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