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Kinotipp "Akte X: Jenseits der Wahrheit"

Endlich sind Scully (Gillian Anderson) und Mulder (David Duchovny) wieder vereint: In "Akte X: Jenseits der Wahrheit" lösen die beiden erneut einen mysteriösen FBI-Fall

Story:

Das Warten hat ein Ende: Zehn Jahre nach dem ersten Kinofilm und sechs Jahre nach Ende der Serie kommt "Akte X: Jenseits der Wahrheit" in die Kinos. Das FBI bittet Scully (Gillian Anderson) und Mulder (David Duchovny), die beide den Dienst vor Jahren quittiert haben, um Hilfe, da eine junge Agentin vermisst wird. Mit Hilfe eines pädophilen Priesters (Billy Connolly) und dessen Visionen kommen die beiden auf die Spur eines mysteriösen medizinischen Experiments. Dabei zweifelt Scully wie immer an den Fähigkeiten ihres Helfers, wohingegen Mulder wieder eine übernatürliche Macht wittert und die Suche nach der Wahrheit nicht aufgibt. Und natürlich können die beiden auch diesen Fall wieder nur gemeinsam lösen.

Pro:

Nein, dieses Mal gibt es keine Monster. Jedenfalls keine tierischen. Aber die unerhörte Spannung des ersten "Akte X"-Films erzeugt jetzt das Ausleuchten der Spannung zwischen Scully und Mulder. Damit bearbeitet der Film die zentrale Frage, die alle Fans sich stellen: Sind sie oder sind sie nicht, haben sie oder haben sie nicht? Die bedrückende Parallele gemeinsamer Vergangenheit und jetzigen Lebens inszeniert Regisseur Chris Carter erneut so hochspannend, dass es der Film schafft, das Ende der Serie (2002) ins Jetzt zu bringen, ganz so, also stünde eine neue Staffel an; der Grundstein wäre perfekt gelegt.

"We don't ask for monsters or aliens. Yeap, give us at least a kiss between those two!" bettelt ein Fan-Weblog. Und es wird geliefert: "Deswegen habe ich mich in Dich verliebt" – dieser Satz im Film lässt Fans den Atem stocken. Doch wer ihn warum zu wem sagt, wird hier nicht verraten. Nur soviel: An anderer Stelle geht ein Blick auf Mulders Handy: Dort steht – nein, nicht "Scully" - sondern "Gillian"...

Contra:

Ohne Zweifel ist "Akte X: Jenseits der Wahrheit" ein spanndender Film mit den typisch düsteren Bildwelten und der gewohnten Tonalität. Dennoch kann er die Erwartungen, die sich in den Jahren des Wartens aufgebaut haben, nicht ganz erfüllen. Der Mystery-Faktor kommt in diesem Film einfach zu kurz: Übernatürliche Erscheinungen, paranormale Phänomene oder Aliens sucht man vergebens. Nicht einmal der Einfluss einer Schattenregierung oder eine Verschwörung zeichnet sich ab. Da kann ein pädophiler Priester mit Visionen und blutenden Augen nicht mal einen Hauch Gänsehaut auslösen. Auch das zentrale Thema des Films - medizinische Experimente an Menschen in einem geheimen Labor - hat die Welt schon oft gesehen. Diesen Fall hätte auch James Bond lösen können.

Fazit:

Auch wenn der Mystery-Faktor in "Akte X: Jenseits der Wahrheit" eindeutig zu kurz kommt, ist der Film spannend und in jedem Fall sehenswert. Allein die Wiedervereinigung von Mulder und Scully wird die Herzen der Fans höher schlagen lassen.