Katherine Jenkins
© WireImage.com Katherine Jenkins

Katherine Jenkins Eine Opernstimme zieht in die Popwelt hinaus

Blondgelockt und stimmgewaltig: Katherine Jenkins ist in Großbritannien als Opernsängerin ein Riesenstar. Nun will sie auch Popfans überzeugen

Kann man mit klassischer Musik Geld verdienen? Einige Stars des Genres können das locker mit "Ja" beantworten: Andrea Bocelli. Anna Netrebko. Rolando Villazon. Sogar selbstgemachte Stars wie die britischen Casting-Überraschungen Paul Potts und Susan Boyle zeigen: Opernstimmen sind nicht nur in Omas Wohnzimmer gefragt.

Überhaupt, in Großbritannien scheinen diese Stimmen besonders gut zu gedeihen. Neben den eher ungewöhnlichen Karrieren von Potts und Boyle kommt von den Inseln - genauer: aus Wales - nämlich beispielsweise die Mezzosopranistin Katherine Jenkins. Sie machte ihre Gesangsausbildung an der Royal Academy of Music, ganz klassisch. Ungewöhnlich wurde es danach: Im Alter von nur 23 Jahren nämlich schloß Jenkins den höchstdotierten Plattenvertrag im Bereich klassischer Musik ab, den man in Großbritannien bis dato gesehen hatte. Von einer siebenstelligen Summe war die Rede. Das war 2004.

Man sieht: Katherine Jenkins ist nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen.
© WarnerMan sieht: Katherine Jenkins ist nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen.

Seitdem hat Jenkins diverse weitere Alben veröffentlicht. Anfang 2007 wurde sie in einer Liste der "Sunday Times" über den wohlhabenden Brit-Nachwuchs mit einem geschätzen Vermögen von 9 Millionen britischen Pfund auf Platz 62 geführt. Und nun hat sie, inzwischen 29 Jahre alt, Lust auf eine Veränderung. Also schnappt sie sich eine wilde Mischung bekannter Rock- und Popsongs und macht daraus Coverversionen. Und ein Album "Believe", das am 26. März 2010 in Deutschland in die Läden kam.

Queens "Who Wants To Live Forever", Edith Piafs "La Vie En Rose", der Düsterhit "Bring Me To Life" von Evanescence und letztlich mit Bob Marleys "No Woman no cry" sogar ein Reggaesong - passt das zusammen? Manchmal richtig gut. Zum Beispiel bei Evanescences "Bring me to Life" - das Gothrock-Genre ist perfekt geeignet für mächtige Stimmen, Bands wie "Nightwish" pflegen diese Verbindung schon seit Jahren als Geschäftsmodell. Auch in eher klassischen Sangesstücken wie "I believe" mit Startenor Andrea Bocelli geht Jenkins' angenehmer Mezzosopran gut ins Ohr. Ob ein Reggae-Klassiker wie "No Woman no Cry" wirklich in eine sanft dahinplätschernde Kuschelmucke umgewandelt werden muss und sollte, darüber lässt sich vermutlich streiten. Die meisten Zuhörer dürften irritiert, Popmusikliebhaber entsetzt sein.

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Katherine Jenkins Album "Believe" ist bei Warner erschienen und enthält 12 Songs.
© PRKatherine Jenkins Album "Believe" ist bei Warner erschienen und enthält 12 Songs.