Jana Pallaske

Achtung: Wandervogel

Schauspielerin Jana Pallaske über das Suchen, Finden und Verlieren der Liebe

Jana Pallaske

Markenzeichen: ein Schmollmund,

der es locker mit dem von aufnehmen könnte. Dazu kommt ein unverwechselbarer Stil. , 29, taucht gern auch mal im Ballett-Tutu bei Glamour-Events auf. Zum GALA-Gespräch anlässlich ihres neuen Films "Phantomschmerz" hingegen erscheint sie im karierten Holzfällerhemd - und verrät auch, warum.

"Phantomschmerz" ist eine Romanze. In welchen Liebesfilm sind Sie verliebt?
Ich mochte damals "La Boum" wahnsinnig gern - den habe ich sicher über zwanzigmal gesehen. Obwohl der Hauptdarsteller gar nicht so mein Typ war. Ich stehe eher auf Rocker und Bad Boys. Das ist leider mein fatales Liebesschema. (lacht) Aber ich mag auch alte Liebesfilme wie "L’Avventura" von Antonioni.

Sind Sie eher skeptisch, wenn es um Liebe geht? Oder lieben Sie romantisch?
Leider mache ich mein Herz immer ganz weit auf. Ich liebe die Liebe. Und ich weigere mich, verbittert zu werden. Obwohl mir das Herz schon so fies gebrochen wurde, im vergangenen Jahr. Und auch das Jahr davor, als ich meine siebenjährige Beziehung beenden musste.

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?
Ja, ich merke das meistens sofort. Es ist diese ganz besondere Energie. Den Mann, in den ich jetzt verliebt bin, habe ich vor sechs Monaten kennengelernt. Schon als wir uns das erste Mal gesehen haben, war es uns eigentlich beiden sofort klar. Ich dachte: Wow, wer ist denn das? Und er: Wow, wer ist die denn? Da war sofort diese Anziehungskraft, dieselbe Wellenlänge und Energie. Ich bin eben sehr anfällig dafür, wenn die Chemie stimmt.

Verraten Sie uns, wer Ihr Herz erobert hat?
Dazu ist es noch zu frisch. Nur so viel: Er lebt leider sehr weit weg, in Los Angeles. Aber ich bin gern in Kalifornien. Und so ein bisschen hin und her pendeln macht ja auch Spaß.

Wieder ein Bad Boy?
(schmunzelt) Ja, leider schon. Schauen wir mal. Aber ich habe schon mal sein Hemd, das trage ich heute.

Ob Punk-Girl oder elegante Diva. Jana Pallaske hat einen unverwechselbaren Stil

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Manchmal hat man eher den Eindruck, Sie seien eine Einzelgängerin.
Ja, ich bin schon so eine Art Lonestar Cowgirl. Ich habe zwar überall auf der Welt Freunde, mit denen ich wunderbare Abende verbringen kann. Aber dann muss ich mich auch wieder zurückziehen. Deswegen reise ich wochenlang allein. Ich lasse mich gern treiben. Mit anderen Menschen ist das schwierig. Im Moment liebe ich eben meine Freiheit und Ungebundenheit noch sehr und will sie auskosten, solange es geht. Deshalb reise ich, wann immer ich kann - es gibt einfach so viele Orte, verschiedene Natur und Kulturen zu entdecken. Ein Freund in Los Angeles meinte neulich, man sollte mir eigentlich ein Schild mit der Aufschrift "Achtung, Wandervogel!" umhängen.

Können Sie sich vorstellen, irgendwann einmal sesshaft zu werden?
Es ist schon besser geworden mit meiner Unruhe. Ich mache jetzt Yoga. Vorher hatte ich noch keinen Katalysator für diese Energie. Wenn meine Knie nicht aufgeschürft waren und die Schienbeine blau, hatte ich nicht das Gefühl zu leben. Ich musste alles spüren. Manchmal fühlte ich mich wie ein Ferrari. Inzwischen bin ich aber eher ein Hybrid, aus Yoga und Rock 'n' Roll. Ein Teil ist wild und der andere still und friedlich. Irgendwann will ich auch Kinder haben - vielleicht in fünf Jahren. Aber jetzt mag ich das Leben einfach und mit leichtem Gepäck.

Mitte Mai läuft „Inglourious Basterds“ in Cannes, Sie haben mitgespielt. Wie war die Arbeit mit Regisseur ?

Fantastisch. Ein Traum. Irgendwie klingt es absurd zu sagen: Ich bin in einem Quentin-Tarantino-Film, auch wenn die Rolle am Ende nur klein ist. Trotzdem war es unfassbar. Mich rief jemand an und meinte: "Jetzt kommt gleich ein Kurier mit dem Drehbuch, und in zwei Tagen triffst du Quentin Tarantino." Ich war erstmal einfach nur sprachlos.

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